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Mitten im Maislabyrinth: Sandy Schönherr, Gudrun Müller, Jaqueline Kuhn, Susanne Knöller (PZ-Hilfsinitiative „Menschen in Not“), Rafael Müller und Jasmin Bleich (von links).  Foto: Meyer
Mitten im Maislabyrinth: Sandy Schönherr, Gudrun Müller, Jaqueline Kuhn, Susanne Knöller (PZ-Hilfsinitiative „Menschen in Not“), Rafael Müller und Jasmin Bleich (von links). Foto: Meyer
Birkenfelds Bürgermeister Martin Steiner und Sohn Louis gehörten zu den  ersten Labyrinth-Besuchern.  Foto: Meyer
Birkenfelds Bürgermeister Martin Steiner und Sohn Louis gehörten zu den ersten Labyrinth-Besuchern. Foto: Meyer
24.07.2015

Neue Attraktion in Gräfenhausen: Nur nicht im Mais verloren gehen

Irren ist menschlich, verirren wohl auch – und das macht im Maislabyrinth in Gräfenhausen sogar richtig Spaß. Der Eröffnungsabend am Freitag ermöglichte Sponsoren und Geschäftsfreunden sowie deren Familien einen exklusiven Blick in das Maisfeld der Familie Müller, das am Sonntag eröffnet. Neben Mitgliedern des Gemeinderates waren auch Martin Steiner, Bürgermeister von Birkenfeld und Bundestagsabgeordneter Gunther Krichbaum anwesend. Vorgeschmack für guten Zweck

„Ich hatte schon immer den heimlichen Wunsch, ein Maislabyrinth in Birkenfeld zu haben. Ich freue mich so engagierte Bürger wie die Müllers in der Gemeinde zu haben, die dieses touristische Highlight erschaffen haben,“ sagte Steiner. Musikalische Begleitung leistete Musiker Johannes Künzler. Die Erlöse aus Speisen und Getränken werden zugunsten der PZ-Hilfsinitiative „Menschen in Not“ gespendet.

Über zwei Kilometer winden sich Wege durch das 1,4 Hektar große, grüne Pflanzenmeer. „Heute haben sich schon Gäste eine halbe Stunde lang verirrt“, merkt Gudrun Müller schmunzelnd an. Neben dem Maislabyrinth eröffnet ab morgen auch das Café Hühnerglück mit Biergarten. Von Mittwoch bis Sonntag jeweils von elf bis 20 Uhr können Besucher durch die etwa 130 000 Maispflanzen spazieren und anschließend im Café einkehren. Außerdem werden ein landwirtschaftlicher Lehrgang, diverse Musikevents und für Kinder eine Stroh-Hüpfburg angeboten. Ein Frage-Antwort-Spiel weist den Suchenden den Weg durch das Labyrinth, die richtige Antwort steht für den richtigen Weg.

Damit einem der Mais nicht buchstäblich über den Kopf wächst, kann man so den Weg zur sechs Meter hohen Plattform finden, von der aus man sich Orientierung verschaffen kann. Rafael Müller freut sich, dass es jetzt endlich, nach vielen Monaten Planung, Stress und Arbeit, losgehen kann. Er betont, dass das Maislabyrinth für Jung und Alt ist. „Im Café Hühnerglück gibt es ein tolles Angebot an Kaffee und Kuchen und einen täglich wechselnden Mittagstisch“, sagt Müller.

Ein wichtiger Gedanke der Familie Müller bei der Planung ihres ersten Maislabyrinths war es, Familien und Kindern die Landwirtschaft näher zu bringen. Die Fragen im Labyrinth stammen aus dem landwirtschaftlichen Bereich und sollen Kindern spielerisch landwirtschaftliche Zusammenhänge näherbringen. Im angrenzenden Hühnerstall der Familie können die rund 600 Hühner besichtigt werden und Gudrun Müller beantwortet gerne Fragen zur Haltung der Tiere.

Die Hitzewelle der vergangenen Wochen ist allerdings nicht spurlos an den Maispflanzen vorbeigegangen. Während der Großteil der Pflanzen eine Höhe von über 2,20 Metern erreicht hat, sind manche aufgrund des fehlenden Regens nur etwa 1,70 Meter hoch. Rafael Müller bleibt optimistisch: „Die Größenunterschiede werden sich in den nächsten Tagen schnell ausgleichen, wir bewässern die Pflanzen und der Regen tut sein übriges für das Pflanzenwachstum.“ Jeden Sonntag findet im Café Hühnerglück ein Weißwurstfrühstück statt, freitags gibt es Flammkuchen. Der Eintritt in das Labyrinth kostet für Kinder zwei, für Erwachsene drei Euro.