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Foto: Marx/Archiv
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16.05.2019

Neue Bahnstruktur in der Region: Das sagt der Verkehrsminister dazu

Stuttgart/Pforzheim/Enzkreis. Bei einem Gespräch in Stuttgart hat Landesverkehrsminister Winfried Hermann (Grüne) zur neuen Bahnstruktur in Baden-Württemberg Stellung genommen. Mit von der Partie waren Go-Ahead-Geschäftsleiter Peter Sienknecht, Abellio-Geschäftsführer Roman Müller und der Regionalleiter Produktion der Deutschen Bahn, Martin Selig. Das Gespräch fand vor dem Hintergrund enormer logistischer Herausforderungen statt, die sich mit der Aufnahme der ersten Betriebsstufe zum 9. Juni verbinden.

Was meint der Minister?

Der rät trotz der Probleme zu Optimismus. Es werde jede Menge Geld zur Stärkung der Bahnverkehre ausgegeben. 1000 neue Bahnelemente würden allein dieses Jahr von allen Herstellen zusammen produziert und unter der neuen Farbgebung mit bwegt-Logo zum Einsatz gebracht.

Worin liegen die Probleme?

Hersteller Bombardier kommt bei den Fahrzeugen für Abellio mit der Produktion der Talent 2 Züge nicht nach. Überdies gibt es Zeitprobleme bei der Zulassung durch das Eisenbahn-Bundesamt (EBA). Schneller scheint es bei Go-Ahead mit den Flirt 3 Zügen von Stadler zu gehen. Sienknecht unterstrich, dass man guten Mutes sei, die Zulassung durch das EBA bis zum Betriebsstart im Juni zu bekommen.

Hätte man das nicht wissen und gegensteuern können?

Nein, sagt Müller. Man habe den Produktionsfortschritt nach Papierlage kontrolliert und sei dann doch mehrfach von Bombardier enttäuscht worden.

Ist der Start gefährdet?

Nein. Die Zusammenarbeit mit Kooperationspartnern, allen voran mit DB Regio, wird dafür sorgen, dass die Kunden befördert werden. DB Regio hat allen Beteiligten den Willen signalisiert, bei Personal und Wagenmaterial zu kooperieren, wie Selig betonte.

Wie sieht das konkret aus?

In den ersten Monaten fährt der Kunde womöglich in alten, längst bekannten Zügen. Grundsätzlich aber gilt: Barrierefreiheit, kostenlose Internetanbindung und dichtere Takte werden definitiv kommen.

2020 wird die Schnellbahntrasse saniert. Welche Auswirkungen hat das?

Das ist laut Selig noch nicht klar. Man habe mit allen beteiligten Eisenbahnverkehrsunternehmen eine Qualitätsplattform Baden-Württemberg geschaffen, um Störungen besprechen zu können.

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