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Glückwünsche für die neue Rektorin Angelika Schleider überbrachten (von links) Bürgermeister Heiko Genthner, Finanzdezernent Frank Stephan vom Landratsamt und Volker Traub vom Staatlichen Schulamt Foto: Roller.
Glückwünsche für die neue Rektorin Angelika Schleider überbrachten (von links) Bürgermeister Heiko Genthner, Finanzdezernent Frank Stephan vom Landratsamt und Volker Traub vom Staatlichen Schulamt Foto: Roller.
26.03.2017

Neue Comenius-Rektorin in Königsbach sagt Vorurteilen den Kampf an

Königsbach-Stein. Es war weit mehr als ein Verwaltungsakt, als am Freitag die neue Rektorin der Comeniusschule in Königsbach offiziell in ihr Amt eingeführt wurde – begleitet von ihrer Familie und den Glückwünschen zahlreicher Ehrengäste. Ab sofort leitet Angelika Schleider die Einrichtung mit rund 19 Lehrern und 90 Schülern, die offiziell sonderpädagogisches Bildungs- und Beratungszentrum (SBBZ) mit dem Förderschwerpunkt Lernen heißt.

Nachdem sie unter anderem Sprachbehindertenpädagogik, evangelische Theologie und Schwerhörigenpädagogik studiert hatte, arbeitete Schleider bis 2010 an Schulen für Förderbedarf im sprachlichen Bereich in Heilbronn und Pforzheim. Im März 2010 kam sie als Konrektorin an die Comeniusschule. „Sie haben sich schon in ihrer Tätigkeit als Konrektorin dem Neuen nicht verschlossen und bringen damit gute Voraussetzungen für die neue Aufgabe mit“, sagte Volker Traub. Der Leiter des Staatlichen Schulamts Pforzheim hatte zuvor betont, Erziehung könne letztlich nur gelingen, wenn in Schule und Unterricht „eine Atmosphäre des Vertrauens und des Verstehens geschaffen wird, in der sich auch Konflikte meistern lassen und in der Lernen erst möglich wird“. Er betonte den Wert des Lernorts SBBZ, lobte die außerunterrichtlichen Aktivitäten der Comeniusschule und wünschte Schleider „stets eine glückliche Hand bei Entscheidungen“.

Landrat Karl Röckinger sieht die Comeniusschule auf einem guten Weg. Als Schulträger werde der Kreis Schleider im Rahmen seiner Möglichkeiten unterstützen. Auf eine gute Zusammenarbeit hofft Königsbach-Steins Bürgermeister Heiko Genthner. Er verwies auf die vielfältigen Anforderungen, die heute an Schulen gestellt werden. Das setze Fingerspitzengefühl, Organisationstalent und profundes Wissen voraus.

„Ich bin überwältigt“, meinte Schleider, nachdem alle Gratulanten ihre Glückwünsche überbracht hatten. Sie sagte, im Bereich der Förderschulen habe sich einiges zum Positiven verändert, aber es gebe immer noch Vorurteile. Ihr Ziel sei es, diese abzubauen. Etwa durch Öffentlichkeitsarbeit, Prävention und Vernetzung mit benachbarten Schulen. „An unserer Schule wird gute und segensreiche Arbeit geleistet.“