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Notlösung: Kurzfristig könnten laut Bürgermeister Jörg-Michael Teply Flüchtlinge auch in Wurmbergs Ortsmitte, Gollmerstraße 20, unterkommen. Foto: Fux
Notlösung: Kurzfristig könnten laut Bürgermeister Jörg-Michael Teply Flüchtlinge auch in Wurmbergs Ortsmitte, Gollmerstraße 20, unterkommen. Foto: Fux
24.07.2015

Neue Flüchtlingsunterkünfte in Wurmberg gesucht und wohl bald auch schon gefunden

Wurmberg. Zwei Fliegen mit einer Klappe schlägt die Gemeinde Wurmberg, indem sie ein Sondergebiet zur Erweiterung des Bauhofgebäudes und zur Errichtung von Flüchtlingsunterkünften auf dem Areal „Steingrube“ im Außenbereich ausweist.

Auch Landrats-Vize Wolfgang Herz hält es für einen gangbaren Weg, einen übergreifenden Bebauungsplan für die Bauhoferweiterung und die Errichtung von Flüchtlingsunterkünften zu erstellen und für die Flüchtlingsunterkunft eine Baugenehmigung zu erteilen. Noch vor wenigen Wochen plante die Gemeinde auf dem Grundstück südlich des Recyclinghofes, auf dem Areal „Steingrube“, Wohncontainer für 20 Flüchtlinge aufzustellen. Doch die Zahlen aus der letzten Gemeinderatssitzung wurden aufgrund der aktuellen Flüchtlingsströme und Zuweisungen in den Enzkreis rasch Makulatur. In einer außerordentlichen nichtöffentlichen Gemeinderatssitzung wurde schließlich die Obergrenze für die Unterbringung von maximal 40 Personen festgelegt. Für den Fall eines extrem kurzfristigen Unterbringungsengpasses wird die vorübergehende Nutzung eines gemeindeeigenen Anwesens in der Ortsmitte (Gollmerstraße 20) als zeitlich befristete Notlösung dem Landratsamt angeboten.

Ebenso erhielt die Verwaltung den Auftrag, die Kreisverwaltung um Einschätzung der Möglichkeiten für eine temporäre Aufstellung von Containern auf freien Wohnbaugrundstücken zu bitten. Doch diese Lösung hält Bürgermeister Jörg-Michael Teply aufgrund der Betreuung für wenig geschickt. Wurmbergs Rathauschef plädiert indes für eine zentrale Unterbringungsmöglichkeit. „Eine dezentrale Unterbringung ist besser als ein Ghetto, auch bei Konflikten“, betonte jedoch Gemeinderat Felix Beigel (FWV). Auf den Appell an die Bürger leerstehende Gebäude und Wohnungen an den Enzkreis zu vermieten, sei nahezu keine Resonanz gekommen. In zwei Fällen haben Eigentümer signalisiert, ihre Grundstücke – zeitlich begrenzt – für die Aufstellung von Containern zur Verfügung zu stellen. Doch in einem Fall schließe der Bebauungsplan dieses Vorhaben bereits aus.

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