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Das Wilferdinger Rathaus ist Amtssitz des Remchinger Bürgermeisters. Der wird am 12. November dieses Jahres gewählt. Foto: Ketterl
Das Wilferdinger Rathaus ist Amtssitz des Remchinger Bürgermeisters. Der wird am 12. November dieses Jahres gewählt. Foto: Ketterl
Amtsgeschäfte werden im Rathaus in Nöttingen schon lange nicht mehr erledigt. Zurzeit wird der Bürgersaal zum Klassenzimmer umgebaut.
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Das Rathaus in Singen könnte aus dem Ortsbild verschwinden.
Das Rathaus in Singen könnte aus dem Ortsbild verschwinden.
31.08.2017

Neue Ideen fürs alte Rathaus: In Remchingen bald gefragt, Architekt gibt Beispiele

Enzkreis/Remchingen. Die Arbeiten am Remchinger Rathaus-Neubau sind in vollem Gange. Wenn alles glatt läuft, soll die Verwaltung ab Frühjahr 2019 in das Millionenprojekt umziehen. Doch was geschieht dann mit den alten Rathäusern? Die Gemeinde hat schon einige Ideen dazu im Kopf. Konzepte für ausrangierte Verwaltungsgebäude gibt es zuhauf, wie weitere Beispiele aus der Region und ein Gespräch mit dem Vorsitzenden der Architektenkammer Pforzheim/Enzkreis zeigen.

Grundsätzlich sollten ehemalige öffentliche Gebäude weiterhin genutzt und nicht abgerissen werden, meint Hans Göz. Der Vorsitzende der hiesigen Architektenkammer führt dabei das Thema Nachhaltigkeit ins Feld. Was schlussendlich neuen Platz in den alten Verwaltungsstuben finde, hänge maßgeblich vom Standort und Umfeld des Gebäudes ab. Wichtige Faktoren seien zudem die Größe und der Zuschnitt der Räume sowie die Barrierefreiheit.

Bauten mit öffentlicher Funktion sollten laut Götz in der Regel auch weiterhin zu diesem Zweck genutzt werden. „Sie sind wichtig für den Ort, da sie ihn beleben.“ In Zeiten, in denen immer mehr Läden in die Außenbezirke zögen, vereinsame die Mitte, wenn die alten Anlaufstellen wegfielen, so der Architekt. Göz zeigt aber auch andere Beispiele auf. Ehemalige Kirchengebäude seien in den Niederlanden und hierzulande bereits zu Büros oder Wohnraum umfunktioniert worden. „Auch alte Rathäuser könnten so weiterhin genutzt werden.“ In Fachwerkhäusern plädiert Göz durch die meist kleineren Räume eher für eine private Nutzung. Problem: Oft sei dabei ein Balkon oder eine Loggia gewünscht, die bei Bestandsgebäuden in der Regel nicht vorhanden seien. Und dann sei da noch der überholte Brand- und Schallschutz. Was nach dem Auszug der Verwaltung mit den alten Herbergen geschieht, müsse am Ende des Tages im Einzelfall sehr gut geprüft werden, sagt Göz.

Die Zukunft der Rathäuser in Wilferdingen und Singen ist laut Bürgermeister Luca Wilhelm Prayon noch völlig offen. Für die beiden Amtsgebäude gebe es mehrere Optionen.

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