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An der Stuttgarter Straße in Mühlacker entstand unter Federführung der Stadtbau dieses Mehrfamilienhaus.  Foto: Lutz 

Neue Pläne für die Mühlacker Stadtbau vorgelegt: Sozialer Wohnraum im Fokus

Mühlacker. Die Stadtbau-Befürworter im Gemeinderat modifizierten ihren gemeinsamen Antrag, diese städtische Gesellschaft zu stärken. Nachdem der bisherige hauptamtliche Geschäftsführer gekündigt hat, sprachen sich CDU, LMU und SPD dafür aus, die Stelle wieder zu besetzen, aber zuvor klare Aufgaben durch Gemeinderat und Aufsichtsrat festzulegen.

„Wir erarbeiteten deshalb in den vergangenen Tagen einen Antrag, der die jüngste Entwicklung aufnimmt und Positionen weiter präzisiert“, erklärten die Vorsitzenden der drei Fraktionen. Wichtig sei ihnen gewesen, über den Tellerrand zu schauen und Erfahrungen anderer Kommunen einzubeziehen.

Junges Unternehmen nicht überfrachten

Dem diente ein Gespräch mit Carsten von Zepelin, dem Vorstandsvorsitzenden der Baugenossenschaft Arlinger und langjährigen Stadtrat in Pforzheim, mit Vertretern der drei Fraktionen. Er beleuchtete die Lage der genossenschaftlichen und kommunalen Wohnungsbaugesellschaften, ihre Geschichte in Pforzheim und riet, ein solch junges Unternehmen wie die Stadtbau GmbH Mühlacker nicht zu überfrachten. Es brauche Zeit, seine Aufgaben zu entwickeln und riet zu einem Stufenplan bei der Aufgaben-Übertragung durch die Stadt, die durch die Nachfrage nach bezahlbarem Wohnraum besonders gefordert sei. Die Kommune müsse ihre Tochtergesellschaft aber auch so personell ausstatten, dass sie arbeitsfähig ist.

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Geschäftsführer geht: Muss die Mühlacker Stadtbau GmbH um Existenz bangen?

Die Vertreter der Fraktionen fühlten sich, wie es in einer gemeinsamen Pressemitteilung heißt, in ihrer Position bestätigt. Sie rechnen damit, dass sich durch Corona der Mangel an günstigem Wohnraum in Mühlacker noch verschärfen wird. Die notwendige weitere Weichenstellung für die Stadtbau sollen Gemeinderat und Aufsichtsrat zügig vornehmen, unterstrichen die Fraktionssprecher. „Wir bekennen uns, auch nach der jüngsten personellen Veränderung, klar zur eigenen Stadtbau“, heißt es in dem Papier weiter. Dem soll sich der Gemeinderat anschließen, der über den Antrag entscheiden wird.

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