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01.05.2017

Neuenbürg: Stadtwerkeverzeichnen Gewinn, das Schloss macht Verlust

Neuenbürg. Neuenbürg. Erfreuliche Zahlen konnte Neuenbürgs Kämmerin Gabriele Häußermann dem Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung für die Stadtwerke vorlegen. Das Jahr 2016 endete für die Wasserversorgung mit einem Plus von 39 000 Euro. Bei der Stromerzeugung war der Gewinn mit 103 000 Euro noch höher. Bei der Wasserversorgung ist der Überschuss unter anderem auf den gestiegenen Wasserverkauf zurückzuführen. Heinz Faaß (UWV) bemängelt den immer noch hohen Wasserverlust. „Der Zustand der Leitungen ist schlecht, insbesondere in Neuenbürg. Da müssen wir was tun“, sagt Häußermann. Im Jahr 2016 habe es 15 Rohrbrüche gegeben.

Sanierung der Wehre steht an

Bei der Stromerzeugung macht die Energiegewinnung aus Wasserkraft (2,3 Millionen Kilowattstunden) den Löwenanteil vor der Photovoltaik (217 000 Kilowattstunden) aus. In den kommenden Jahren steht die Sanierung der Wehre Badweg und Mühle an, um durch neue Technik das Potenzial der Wasserkraft besser zu nutzen und mehr Strom zu erzeugen.

Weniger positiv entwickeln sich die Zahlen beim Schloss. Zwar erscheint der Verlust in Höhe von 188 000 Euro geringer als im Vorjahr. „Allerdings sind da die Rechnungen über Heizung und Reinigung, die erst im Januar und Februar diesen Jahres eingegangen sind, noch nicht eingerechnet“, sagt Häußermann. Rückläufig waren die Einnahmen bei den Museumsbesuchen. Sie lagen bei 22 500 Euro, im Vorjahr bei 26 000 Euro.

Auch die Sonderausstellungen „Scheherazade erzählt: Märchen aus 1001 Nacht“ und „Zwergenwelten“ zogen nicht die erhofften Besucher an und schlossen schließlich mit einem Defizit von 13 000 beziehungsweise 7200 Euro. Die Einnahmen aus Vermietungen seien ebenfalls rückläufig. Zum 1. Januar wurde der Eigenbetrieb Schloss aufgelöst und an den städtischen Haushalt übergeleitet.