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Geschlossen: Mit einem Gatter verriegelt Armin Burghardt das Tiergehege. Das ist nicht sein Wunsch, sondern rechtlich nicht anders möglich.Foto: Kraus
Geschlossen: Mit einem Gatter verriegelt Armin Burghardt das Tiergehege. Das ist nicht sein Wunsch, sondern rechtlich nicht anders möglich.Foto: Kraus
07.07.2017

Neuenbürger Kleintieranlage schließt für die Öffentlichkeit

Neuenbürg. Unter der Rubrik Freizeit führt die Stadt Neuenbürg den Kleintierzoo der Familie Burghardt auf ihrer Internetseite noch auf. Doch wer die Anlage an der Enz, nahe des Freibads besuchen will, steht vor einem verschlossenen Gatter mit Schild und der Aufschrift „Zutritt verboten, Privatgelände“.

Was ist passiert?

Bei einer Routinekontrolle hat das Veterinäramt des Enzkreises Anlagenbesitzer Armin Burghardt eine Liste an Anforderungen übermittelt, die er erfüllen muss, um weiterhin seine Schweine, Gänse, Pfauen und vieles mehr Besuchern zu zeigen. Dabei geht es um Auflagen gemäß Paragraf 11 des Tierschutzgesetzes und des Bundesnaturschutzgesetzes. „Wenn ich privat meine Tiere halte, ist alles okay. Aber um eine Art Zoo zu betreiben, brauche ich eine entsprechende Erlaubnis, die ich mir aber nicht einholen möchte“, sagt Burghardt und sperrt kurzerhand das Gelände für Fremde ab. Er versteht die Anlage als Hobby, an dem er seit über 20 Jahren Freude habe und anderen Freude mache. „Ärger will ich nicht, zumal ich noch einem Beruf nachgehe“, sagt der Maler.

Welche Auflagen müsste Burghardt erfüllen?

Um eine Betriebserlaubnis für einen Kleinzoo zu bekommen, müsste Burghardt einen Antrag stellen, Sachkundenachweise für die fachgerechte Haltung der jeweiligen Tiere erbringen und genügend Raum stellen. „All das wäre kein Problem. Die Anlage ist gut in Schuss, die Tiere sind ordentlich gehalten“, sagt Dr. Andrea Fay vom Veterinäramt des Enzkreises. Die größere Hürde sieht sie in dem durchs Bundesnaturschutzgesetz vorgeschriebenen Lehrauftrag für Zooanlagen. Demnach müssten beispielsweise Infotafeln zu den Tieren angebracht werden.

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