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25.04.2008

Neuenbürger will in Bullys „Wickie und die starken Männer“

Auf der Enz wird Christoph Holbein nicht trainieren. Auch wenn es nächste Woche ans Eingemachte geht und die Casting-Kandidaten am Bootsruder eine gute Figur machen müssen: Der 47-Jährige aus Neuenbürg geht entspannt in den Workshop, bei dem sich die 24 verbliebenen Wikinger-Anwärter messen werden.

Sie alle haben einen Traum: In Michael Bully Herbigs Leinwand-Abenteuer „Wickie und die starken Männer“ mitzuspielen. Aus diesem Grund hat sich auch Christoph Holbein beim großen Casting auf ProSieben beworben. Und hat es aus insgesamt 4400 Kandidaten unter die letzten 24 geschafft. Jeweils vier Kandidaten für die sechs zu vergebenden Rollen Faxe, Snorre, Tjure, Ulme, Urobe und Gorm sind noch im Rennen. Daher muss sich Holbein nur noch gegen drei Mitbewerber durchsetzen, um sein Ziel zu erreichen: Die Rolle des Urobe zu spielen. Der Redakteur und Leiter der vhs-Außenstelle Neuenbürg rechnet sich dabei gute Chancen aus, eine Runde weiter ins Halbfinale zu kommen. Schließlich bringe er einiges an schauspielerischer Erfahrung mit. „Theater ist meine Leidenschaft“, sagt Holbein. Wäre er nicht Journalist geworden, dann sicher Schauspieler.

Beim Casting hat er schon mal einen Seitenblick auf die Konkurrenz der starken Männer geworfen. Daher glaubt Holbein, dass er es zumindest in die Runde der letzten drei Urobe-Kandidaten schafft.

Vorfreude auf Andrea Sawatzki

Die Rolle des alten, weisen Wikingers mit dem langen Bart hält der 47-Jährige wie für sich gemacht. Das passe vom Alter und vom Körperbau. Nun muss er davon auch noch Regisseur Michael Bully Herbig und dessen Jury-Kollegen Rita Serra-Roll und Jürgen Vogel überzeugen. In der kommenden Woche geht es nämlich an die Riemen. Nicht nur schauspielerisch, auch körperlich müssen die Kandidaten auf Wikinger-Niveau gebracht werden. Auf dem Starnberger See werden sie ihre Boote zu Wasser lassen. Bully will sehen: Wie fit sind seine starken Männer wirklich? Anschließend wird die Gruppe getrennt: Die Snorres, Urobes und Tjures müssen ran, die Faxes, Ulmes und Gorms sind später dran. Neben Schauspiel- und Comedy-Coaching stehen boxen, Stunts und Unterwasser-Drehs auf dem Programm. Dazu empfängt Hollywood-Coach Petra Gallasch die Kandidaten im Schloss Nymphenburg.

Aber auch die Romantik kommt nicht zu kurz: In einer Liebesszene mit Andrea Sawatzki ist Spielfreude gefragt. Auf die rothaarige Tatort-Kommissarin freut sich Holbein ganz besonders: Mit einer großen deutschen Filmschauspielerin vor der Kamera zu stehen, sei doch eine ganz tolle Erfahrung und ein Renommee für die eigene Biografie. „Ich kann dann sagen, ich habe mit Andrea Sawatzki gedreht“, erklärt Holbein. Wer weiterkommt, entscheidet sich nicht zuletzt in einem Sketch, den die Kandidaten vor der Jury vorführen.