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Autorin Anne Karen Sonnenwald aus Neuenbürg mit ihrem Märchen „Nebelkönigin“. Foto: Ketterl
Autorin Anne Karen Sonnenwald aus Neuenbürg mit ihrem Märchen „Nebelkönigin“. Foto: Ketterl
13.11.2015

Neuenbürgerin Anne Karen Sonnenwald präsentiert ihr erstes Werk

Mit dem Erstlingswerk „Nebelkönigin“ hat Anne Karen Sonnenwald ein Märchen geschrieben, wie die 55-jährige Autorin aus Neuenbürg unterstreicht. Im Mittelpunkt des 196 Seiten starken Buchs stehen zwar der historische Bayernkönig Ludwig II. und sein weltbekanntes Märchenschloss Neuschwanstein.

Doch das Allermeiste in diesem Roman ist fiktional. Und so sind viele Figuren und Handlungen frei erfunden, wie die Autorin im Nachwort ausdrücklich betont. Das gilt ganz besonders für die Romanze zwischen dem bürgerlichen Schneidermädchen Marianne aus Hohenschwanstein und dem blaublütigen Bayernkönig aus traditionsreichem Wittelsbacher Herrschergeschlecht.

Die junge Frau lernt den Herrscher zufällig kennen und weiß zunächst nicht, wen sie vor sich hat.

Der Bau von Schloss Neuschwanstein wird aufgrund der Liebesgeschichte so zum Märchen im Märchen: einerseits ein Bauprojekt für einen der realen Welt zunehmend entrückten historischen König, der als Mondkönig seinem Volk entrückt Träume verwirklichen will. Das Schlossprojekt wird im Roman gleichzeitig auch zum architektonischen Kristallisationspunkt großer Gefühle. Der Roman will das Bauwerk zu einem überdimensionalen Nest der Liebe avancieren lassen. n den 90er-Jahren lernte die Neuenbürger Autorin, die unter dem Pseudonym Anne Karen Sonnenwald ihr Erstlingswerk im Engelsdorfer Verlag Leipzig veröffentlicht und ihren bürgerlichen Namen nicht in der Öffentlichkeit genannt wissen will, das imposante Bauwerk Neuschwanstein erstmals persönlich kennen. either zieht es die Autorin, die auch ein schwerer Schicksalsschlag zur Schriftstellerei führte, immer wieder nach Bayern. Die schillernde Persönlichkeit des Bayernkönigs hat sie eingefangen und ihre Fantasie ausdrücklich beflügelt.

Anne Karen Sonnenwald: Nebelkönigin, Engelsdorfer Verlag Leipzig, Erstausgabe 2015, Preis zwölf Euro, ISBN 978-3-95744-545-2.