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Bei dem seit 15 Jahren anvisierten Gewerbegebiet an der A 8 plant die Gemeinde einen Neustart. Jetzt wird es ernst.  Foto: PZ-Archiv 

Neuer Ärger droht bei Pforzheims Gewerbeplänen: Kritik auch aus Niefern

Niefern-Öschelbronn/Pforzheim. Der FDP-Landtagsfraktionschef und Pforzheimer Stadtrat Hans-Ulrich Rülke hat sich zuletzt an die Seite von Ispringer Kritikern der Pforzheimer Wunsch-Gewerbeflächen im heutigen Klapfenhardt-Wald gestellt. Dass sein Landtags- und Parteikollege Erik Schweickert diesen Ball aufnimmt und Rülkes anvisierten Alternativ-Standort am Ochsenwäldle begrüßt, ist keine Überraschung. Schweickerts Heimatgemeinde Niefern-Öschelbronn wäre beim Ochsenwäldle möglicher Partner der Stadt. Genauso wie Wurmberg. Doch der Nieferner zeigt auch gleich die nächste Konfliktlinie mit Pforzheim auf.

Niefern-Öschelbronn hat nämlich auch eigene lange gehegte Gewerbepläne mit mehreren Flächen im Bereich Reisersweg. Dabei fühlt sich die Gemeinde immer wieder von Pforzheimer Seite ausgebremst. Trotz einer grundsätzlichen Übereinkunft zwischen den Kommunen 2016 mit dem damaligen Oberbürgermeister Gert Hager. Erst Ende Mai habe nun aber wieder ein Vorstoß der Stadtwerke – nach PZ-Informationen geht es dabei um den Flächennutzungsplan des Nachbarschaftsverbands – versucht, die Pläne in Niefern zu torpedieren. Alter Streitpunkt ist der Schutz der Pforzheimer Brunnen. Schweickert ärgert, dass das Wasser bei Projekten der Stadt wie der Buckenbergauffahrt keine große Rolle gespielt habe – und dass man ausklammere, dass die Nachbarn diesen Schutz gemeinsam verbessern könnten. In Einklang mit Nieferns Wünschen. Der PZ gegenüber hat Bürgermeisterin Birgit Förster zuletzt die Bedeutung des Reiserswegs für ihre Gemeinde bestätigt – und ihren Willen bekundet dafür zu kämpfen. Notfalls mit rechtlichen Mitteln.

Eine Belastung für eine mögliche interkommunale Entwicklung im Ochsenwäldle? Schweickert unterstellt der Stadt ohnehin eine Verhinderungstaktik zugunsten der umstrittenen Klapfenhardt-Pläne. Im Pforzheimer Gemeinderat hatte man zuletzt freilich noch Sondierungen mit den Nachbarn auch zum Ochsenwäldle im Blick. Coronabedingt seien die noch nicht zustandegekommen.

Mehr lesen Sie am Dienstag, 30. Juni, in der „Pforzheimer Zeitung“ oder im E-Paper auf PZ-news.

Alexander Heilemann

Alexander Heilemann

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