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Vom Verkehrslärm geplagt   sind im Remchinger Ortsteil Darmsbach die Anwohner der Straße vom Gewerbegebiet in Nöttingen zur Kreisstraße Richtung Langensteinbach. Eine Ortsumfahrung soll Darmsbach besser vor den Belastungen schützen.
Vom Verkehrslärm geplagt sind im Remchinger Ortsteil Darmsbach die Anwohner der Straße vom Gewerbegebiet in Nöttingen zur Kreisstraße Richtung Langensteinbach. Eine Ortsumfahrung soll Darmsbach besser vor den Belastungen schützen. © Seibel, PZ-Archiv
26.06.2009

Neuer Anlauf für die Ortsumfahrung von Darmsbach

REMCHINGEN. Das Genehmigungsverfahren für die Darmsbacher Ortsumfahrung vom Nöttinger Gewerbegebiet unter der Autobahn hindurch zur Kreisstraße 4535 beginnt von vorne. Die neuen Pläne werden am 8. Juli vorgestellt.

„Die Vorschläge des Petitionsausschusses des baden-württembergischen Landtags haben etwas Gutes gebracht“, sagte Remchingens Bürgermeister Wolfgang Oechsle. Verbesserungen für die geplante Ortsumfahrt seien nun ausgearbeitet worden. „Irgend jemand wird aber immer dabei sein, der nicht zufrieden sein kann“, sagte Oechsle in der jüngsten Sitzung des Gemeinderats. Das Firmengelände Piepenbrock in Darmsbach wird mit einer Zufahrt an die Umfahrung angeschlossen, die im Osten des Orts geplant ist. In dem Fabrikgebäude haben sich mehrere Firmen angesiedelt, die auch mehr Verkehr mit sich bringen. Seither floss dieser über die Kapellstraße durch den Wohnort. Die neue Erschließungsstraße an Darmsbachs Ortsrand mache ein neues Verfahren für die gesamte Baumaßnahme nötig, erklärte Rathauschef Oechsle.

Die 30 Stellungnahmen von Bürgern wolle die Verwaltung zum Abschluss bringen und mit einem übergreifenden Brief beantworten. Damit sei das alte Verfahren abgeschlossen. „Wenn jemand wieder Bedenken und Anregungen vorbringen oder Einspruch einlegen will, muss er das erneut tun“, beantwortete er eine Frage von Antje Hill (SPD). Ein neuer Erörterungstermin zur Beteiligung der Öffentlichkeit am Bebauungsplan wird am 8. Juli um 19 Uhr im Sitzungssaal der Remchinger Kulturhalle sein. Dort werde der neue Plan ausgelegt, so Oechsle.

Als wesentliche Änderung stellte Reinhard Pröll vom Planungsbüro die Anbindung des Firmengeländes Piepenbrock vor. Der Firmeninhaber habe eine Beteiligung an den Kosten für eine Erschließungsstraße zugesagt, so die Verwaltung. Auch einige für den Straßenbau nicht benötigte Flächen haben die Planer aus dem Verfahren genommen. Eine Schallschutzwand auf einem Erdwall an der Kreisstraße 4535 Richtung Wilferdingen wird den Niemandsberg in Wilferdingen abschirmen.

Für den östlichen Bereich von Darmsbach liegen die Lärmschutzwerte innerhalb der Grenzwerte, aber es sei damit zu rechnen, dass die Werte künftig ansteigen. Deshalb sind auch für diesen Bereich Schallschutzmaßnahmen vorgesehen. Rund ein Meter hohe Gabionen entlang der Straße schließen an die Böschungen an. Dadurch werde der untere Teil der Fahrzeuge nicht mehr sichtbar sein, so der Planer. Wie stark sich die Werte dann verbessern, müsse erst noch errechnet werden.

Auch bei der Luftreinheit beim Niemandsberg und in Darmsbach seien keine Probleme zu erwarten. „Der Staat verfährt in seiner Planung nur nach den errechneten Werten. Die Bürger haben Glück, dass die Kommune Rücksicht auf ihre Bürger nimmt, auch wenn die Grenzwerte nicht überschritten werden“, sagte der Schultes. „Es ist eine enorme Verbesserung durch den Anschluss des Piepenbrock-Geländes“, sagte Dieter Walch (CDU). Aber: „Wir waren für eine andere Variante und werden auch dieser nicht zustimmen.“ Drei Neinstimmen gab es aus der CDU-Fraktion zum Aufstellungsbeschluss. „Es ist die Lösung, die für uns in Frage kommt“ sagte Theo Müller (Freie Wähler). Auch aus den Reihen der SPD sah man zustimmendes Kopfnicken. „Nach dem Ausbau der Autobahn wird es auch nicht mehr so viele Staus geben“, vermutet Müller.