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Den 55 Kreisräten müssen sich mögliche Nachfolge-Kandidaten von Landrat Karl Röckinger (vorne zweiter von links) stellen– dazu zählt auch Finanzdezernent Frank Stephan (vorne rechts).  PZ-Archiv, Seibel
Den 55 Kreisräten müssen sich mögliche Nachfolge-Kandidaten von Landrat Karl Röckinger (vorne zweiter von links) stellen– dazu zählt auch Finanzdezernent Frank Stephan (vorne rechts). PZ-Archiv, Seibel
07.09.2017

Neuer Landrat gesucht: Keine Wahl für die Enzkreis-Bürger

Enzkreis. In einer Beziehung stehen baden-württembergische Landräte auf einer Stufe mit dem Bundespräsidenten und dem Bundeskanzler: Sie werden nicht direkt vom Volk gewählt. Im Enzkreis bestimmen die 55 Kreistagsmitglieder am 14. Dezember den Nachfolger von Karl Röckinger. Nicht jedem im Gremium gefällt diese Regelung. Das Kandidatenfeld sähe anders aus, hätte der Bürger die Wahl, sagen Fraktionsvertreter.

Bisher haben Enzkreis-Finanzdezernent Frank Stephan, der erste Landesbeamte des Neckar-Odenwald-Kreises Björn-Christian Kleih und der Engelsbrander Bürgermeister und Freie-Wähler-Kreisrat Bastian Rosenau ihr Interesse bekundet. Ein Kandidatenkreis, der vermutlich anders aussähe, würde der Landrat direkt vom Volk gewählt, wie die Vertreter der fünf Fraktionen im Kreistag einräumen. Zu erwarten wären mit Sicherheit eigene Kandidaten der großen Parteien CDU und SPD, die im Kreistag nur zweit- und drittstärkste Kraft sind.

In der jetzigen Situation haben die Freien Wähler als größte Kreistagsfraktion mit 17 von 55 Mitgliedern ein gewichtiges Wort mitzureden. Sie haben gute Chancen, im Gremium für einen Wunschkandidaten eine Mehrheit zu finden. „Im Falle einer Direktwahl hätten wir wohl das Nachsehen“, schätzt der Fraktionsvorsitzende Werner Henle aufgrund der hoghen Wahlkampfkosten.

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