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Aufmerksame Zuhörer hat der Verbandsvorsitzende und Kämpfelbachs Bürgermeister Udo Kleiner (Mitte) beim Rundgang durch die Kläranlage. Foto: Manfred Schott
Aufmerksame Zuhörer hat der Verbandsvorsitzende und Kämpfelbachs Bürgermeister Udo Kleiner (Mitte) beim Rundgang durch die Kläranlage. Foto: Manfred Schott
09.09.2018

Neues Becken der Verbandskläranlage in Königsbach präsentiert

Königsbach-Stein. Bürger aus den Mitgliedsgemeinden des Abwasserverbandes Kämpfelbachtal – Ispringen, Kämpfelbach, Eisingen und Königsbach-Stein – haben die Gelegenheit wahrgenommen, zu erfahren, was mit ihrem Abwasser geschieht.

Es fließt aus den Gemeinden zur Verbandskläranlage nach Königsbach. Wie der Verbandsvorsitzende, Kämpfelbachs Bürgermeister Udo Kleiner, am Sonntag zum Auftakt des Tages der offenen Tür erläuterte, wurden dort in den vergangenen zweieinhalb Jahren 4,2 Millionen Euro investiert. Jetzt sind diese Baumaßnahmen offiziell abgeschlossen. Kleiner und Andreas Betz vom zuständigen Planungsbüro Weber-Ingenieure aus Pforzheim erläuterten bei Rundgängen an den technischen Einrichtungen das Klärgeschehen. Bauleiter Friedemann Bischoff sowie die Mitarbeiter der Kläranlage, Bernd Schäfer, Joachim Schaudt und Ronny Prager, standen für die Fragen der Besucher bereit. Betz machte deutlich, dass das Kernthema der Bau des zweiten Nachklärbeckens gewesen sei – bei laufendem Betrieb. Danach konnte erstmals seit Jahren das alte Becken geleert und saniert werden. Jetzt sei das „Zweistraßenprinzip“ auf der Kläranlage vollständig, so Betz. Dies sei vor allem bei Störfällen und Reparaturen wichtig.

60 bis 100 Liter Abwasser kommen in der Regel pro Sekunde an, im Maximalfall können es fast 400 Liter sein. 40 Prozent des Schmutzwassers kommt aus dem Gewerbebereich. „Wir sind für ein Wachstum in den Mitgliedsgemeinden gewappnet“, so Kleiner. In einer weiteren Klärstufe sollen künftig Spurenstoffe wie Hormone und Antibiotika aus dem Abwasser gefiltert werden können. Dazu sollen im Haushalt 2019 Mittel für eine Machbarkeitsstudie eingestellt werden. Laut Kämmerer Kevin Jost betragen im Jahr 2018 die Betriebsaufwendungen des Verbandes fast 2,5 Millionen Euro.