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Auf dem weitläufigen Areal um das neue Freizeitheim in Sprollenhaus herum können sich Kinder austoben und etwa 100 Personen zelten. Foto: Privat
Auf dem weitläufigen Areal um das neue Freizeitheim in Sprollenhaus herum können sich Kinder austoben und etwa 100 Personen zelten. Foto: Privat
30.07.2015

Neues Freizeitheim für evangelisches Jugendwerk in Sprollenhaus

Über 20 Jahre lang träumte das Evangelische Jugendwerk des Kirchenbezirks Neuenbürg vom eigenen Freizeitheim. Jetzt wurde es eingeweiht. Am Ende der jahrzehntelang andauernden Suche nach einem idealen Standort und Objekt stieß man im Bad Wildbader Ortsteil Sprollenhaus auf das ursprüngliche Sportheim des örtlichen Fußballvereins.

Ein Objekt mit weitläufigem Areal, in dem ein Zeltplatz mitintegriert werden konnte. Und das sich dank seiner idyllischen Lage – abseits und unmittelbar am Waldrand zwischen zwei sprudelnden Bächlein gelegen – als idealer Ort künftiger Begegnungen präsentierte. 1,1 Millionen Euro investierte der Kirchenbezirk insgesamt in den Erwerb und Umbau seines neuen Freizeitheims. Denn der erste Gedanke, hier nur ein Matratzenlager einzurichten, ließ sich rasch weiterspinnen. Das Dach wurde um ein Stockwerk angehoben, so dass jetzt in neun Ein- bis Achtbettzimmern 40 Gäste nächtigen können. Der angebrachte Balkon dient gleichzeitig als Rettungsweg. Großzügige Aufenthaltsräume entstanden ebenso wie ein Anbau mit Fahrstuhl, so dass das ganze Haus barrierefrei ausgestattet ist. Das Erdgeschoss wurde nach einem Regeneinbruch komplett renoviert. Küche und Gastraum entstanden neu. Allein über 5000 ehrenamtliche Arbeitsstunden verbrachten Helfer seit Beginn der Arbeiten im Mai 2014 bis zur Fertigstellung im Mai 2015.

„Viele verschiedene Gruppen und Gemeinschaften haben wie in einem Puzzle zusammengewirkt“, erläuterte Dekan Joachim Botzenhardt in seiner Dankesrede. Neben dem Kirchenbezirk, dem Jugendwerk und dessen Förderverein nannte er den FC Sprollenhaus, das Landratsamt, die Stadt Bad Wildbad und nicht zuletzt die Leader Aktionsgruppe Nordschwarzwald. Von dort wurde das Projekt in ein europäisches Förderprogramm aufgenommen und mit 176 000 Euro bezuschusst. Ein Anteil, der sich laut Reinhold Rau vom Calwer Dezernat für Land- und Forstwirtschaft noch auf ein Drittel der Bausumme erhöhen soll, denn: „Das Freizeitheim ist ein Baustein für die Zukunftsfähigkeit im ländlichen Raum.“ Es soll eine Stätte werden „an dem Menschen etwas für ihr Leben und für andere Menschen mitnehmen.“ Pfarrer Martin Kohnle, der für all seine Kollegen im Oberen Enztal das Wort ergriff, bezeichnete das Heim als „Investition in Kinder und Jugendliche.“ Im Namen des Fußballclubs Sprollenhaus überreichte Uwe Kappel an Botzenhardt anstelle eines Wetterhahns eine Friedenstaube, die denselben Zweck am Dachfirst erfüllen soll.

Martin Haag, Vorsitzender des Fördervereins des Bezirksjugendwerks und gleichzeitig einer der Motoren beim Projekt Freizeitheim sowie Braun führten die Besucher anschließend durch das Haus. Die ersten „Testbelegungen“ haben bereits stattgefunden. Sobald auf dem für 100 Personen ausgelegten Zeltplatz noch eine Lagerhütte erstellt wurde, soll das bisher im Haus eingerichtete Lager noch in einen weiteren Aufenthaltsraum mit Tischkicker oder Ähnlichem umgewandelt werden.

Anfragen nimmt der Förderverein unter kontakt@freizeitheim-sprollenhaus.de entgegen.