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Fünf neue Busse präsentierte Unternehmer Hartin Müller (vorne Dritter von links) am Freitag in Gräfenhausen dem Ersten Landesbeamten Wolfgang Herz (rechts daneben), sowie den Vertretern von Landratsamt, Kreistag und Gemeinden. Foto: Ketterl
Fünf neue Busse präsentierte Unternehmer Hartin Müller (vorne Dritter von links) am Freitag in Gräfenhausen dem Ersten Landesbeamten Wolfgang Herz (rechts daneben), sowie den Vertretern von Landratsamt, Kreistag und Gemeinden. Foto: Ketterl
05.12.2018

Neues Konzept für Nahverkehr im westlichen Enzkreis geht an den Start

Der Startschuss für den neuen Linienverkehr im westlichen Enzkreis fällt am Sonntag, 9. Dezember. Dann bietet das Birkenfelder Busunternehmen Müller-Reisen eigenwirtschaftlich die Linien 712, 715, 716, 717 und 718 im Netz des Verkehrsverbunds Pforzheim-Enzkreis (VPE) an. Betroffen davon sind Gemeinden über die Grenzen des Enzkreises hinweg – von Bad Herrenalb über Dobel, Ittersbach, Straubenhardt, Neuenbürg, Birkenfeld bis Pforzheim.

Kürzlich wurden am Betriebssitz in Gräfenhausen das neue Konzept und die neuen Busse vorgestellt, die auf den Linien eingesetzt werden. Mit dabei waren neben der Unternehmerfamilie Vertreter der Gemeinden, des Landratsamts mit dem Ersten Landesbeamten Wolfgang Herz an der Spitze, der Kreistagsfraktionen, sowie VPE-Geschäftsführer Axel Hofsäß.

„Das neue Konzept hat uns seit anderthalb Jahren beschäftigt“, sagt Firmenchef Hartin Müller. Fünf neue, komfortable Niederflurbusse habe man jüngst in Ulm abgeholt. Drei Gelenkbusse kommen noch dazu. Die Mitarbeiterzahl sei von 55 auf 70 aufgestockt worden. „Wir haben 15 neue Fahrer eingestellt“, verdeutlicht Müller die Dimension der Aufgabe, die vor dem Unternehmen liegt.

6000 Fahrgäste täglich betroffen

„Rund 6000 Fahrgäste täglich sind von den neuen Linien betroffen“, sagt Hofsäß, der die Neukonzeption als „eine der größten im VPE“ bezeichnet. Das Angebot sei in diesem Zug deutlich verbessert worden. „Künftig werden 1,1Millionen Linienkilometer pro Jahr im westlichen Enzkreis gefahren“, so Hofsäß – rund 100000 Kilometer mehr als bisher.

Müller-Reisen und der VPE hätten im Vorfeld viel Arbeit in das Projekt investiert. Bei 70 Vor-Ort-Terminen habe man die Fahrgastströme angeschaut, sich mit den Schulen besprochen, alles den verschiedenen Bedürfnissen angepasst und die Gemeinden frühzeitig informiert. Deshalb kann Müller die Kritik an den Veränderungen, die bereits von Bürgern geäußert wurde, auch nur schwer nachvollziehen. Weder vom Takt, noch von den Anbindungen sei „irgendetwas schlechter geworden“, sagt Müller, der die künftige Anbindung des Gewerbegebiets Dammfeld hervorhebt. Er baut darauf, dass sich das neue Angebot nach der Einführung schnell einspielt und dann auch von den Fahrgästen angenommen wird.

Herz lobte den „unternehmerischen Mut“ und zeigte sich überzeugt, „dass wir den Fahrgästen damit im Rahmen der Möglichkeiten Qualität und einen guten Takt bieten.“

Fahrpläne und alle Infos zu den neuen Buslinien gibt es auf der Homepage des VPE.