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Setzen sich fürs „Sanjoh“ ein: Paul Sahr, Pfarrer Thomas Ottmar Kuhn, Guido Seitz vom Jugendamt des Enzkreises, Fabian Hein und Max Beihofer (von links). Foto: Belle
Setzen sich fürs „Sanjoh“ ein: Paul Sahr, Pfarrer Thomas Ottmar Kuhn, Guido Seitz vom Jugendamt des Enzkreises, Fabian Hein und Max Beihofer (von links). Foto: Belle
10.05.2018

Neues Vorstandsteam am Ersinger Treff „Sanjoh“ will Verantwortung tragen

Kämpfelbach-Ersingen. Ein neues Vorstandsteam am Ersinger Treff „Sanjoh“ will Verantwortung tragen. Ein Nachbar klagt seit Jahren über Ruhestörung durch das Jugendhaus. Jugendamt und Kirche versuchen zu beschwichtigen.

Erhöht thront über der Ersinger Weinsteigstraße das St. Josefs-Haus, das das Jugendzentrum „Sanjoh“ beherbergt. Dort verbringen Heranwachsende aus Ersingen und den umliegenden Gemeinden ihre Freizeit – eigenverantwortlich und doch unter den Fittichen der Kirche. Pfarrer Thomas Ottmar Kuhn leitet die Seelsorgeeinheit Kämpfelbachtal und hat in seinem Jugendhaus Generationen von Heranwachsenden kommen und gehen sehen. Seit Januar gibt es ein neues Vorstandsteam, das neben Pfarrer Kuhn auch von Guido Seitz, der beim Landratsamt Enzkreis für Jugendarbeit zuständig ist, begleitet wird – mit Wohlwollen und Toleranz. Doch es gibt auch Menschen, denen das Jugendzentrum ein Dorn im Auge ist. Probleme mit der Nachbarschaft – oft mit einzelnen, meist älteren Menschen – seien rund um Jugendhäuser keine Seltenheit, berichtet Seitz aus Erfahrung.

So auch in Ersingen. „Seit 20 Jahren haben wir Ärger wegen ruhestörendem Lärm“, beschwert sich ein Nachbar. Vor allem in den Abend- und Nachtstunden an den Wochenenden leide die Nachbarschaft. Die „Sanjoh“-Betreiber sind sich der Konflikte bewusst. Dennoch verteidigt Pfarrer Kuhn das Konzept der offenen Jugendarbeit: „Mir ist es wichtig, dass die jungen Leute ein Dach über dem Kopf haben. Sie werden doch überall nicht mehr geduldet“, sagt er. „Wenn sich Jugendliche überhaupt nicht mehr treffen können, ist eine Gesellschaft krank.“ Schließlich sei Jugend der erste Schritt der Loslösung vom Elternhaus – und das doch besser in einem geschützten Raum.

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