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Ein Mitarbeiter einer Erdbaufirma bündelt Glasfaser-Leerrohre. Der Breitbandausbau kommt auch in Oberderdingen.  Foto: Guido Kirchner/dpa 

Neues Zeitalter: Oberderdingen hofft auf Breitband-Versorgung

Oberderdingen. „Ab 2023 wird beim Breitbandausbau ein neues Kapitel aufgeschlagen“, sagte Bürgermeister Thomas Nowitzki in der Oberderdinger Gemeinderatssitzung am Dienstagabend. Denn dann falle die heutige sogenannte „Aufgriffsschwelle“ für Förderungen des schnellen Internets weg und die Gemeinde könnte alle unterversorgten Gebiete mit schnellem Internet ausbauen. Derzeit werden in Oberderdingen bei jeder Tiefbaustelle bereits Leerrohre für den Breitbandausbau verlegt, in die dann Glasfaser eingeblasen werden könne.

In der Sitzung gab der Kämmerer des Karlsruher Landkreises, Finanzdezernent im Landratsamt und Geschäftsführer der Breitbandversorgung Landkreis Karlsruhe (BLK), Ragnar Watteroth, einen Überblick. Denn die BLK GmbH wurde im Jahr 2014 in enger Abstimmung mit den kreisangehörigen Städten und Gemeinden vom Landkreis Karlsruhe zusammen mit der TelemaxX Telekommunikation GmbH gegründet. An der BLK sind der Landkreis zu 51 Prozent und die TelemaxX zu 49 Prozent beteiligt.

Aufgabe der BLK GmbH ist es, im Rahmen der kommunalen Daseinsvorsorge die Verantwortung für die Grundversorgung mit Breitbandanschlüssen von jeweils mindestens 50 Mbits/s symmetrisch in den am Projekt teilnehmenden 30 von 32 Karlsruher Gemeinden zu schaffen. Dazu haben sich die Gemeinden verpflichtet, die jährlichen Kosten der Gesellschaft zu 50 Prozent nach der Einwohnerzahl der jeweiligen Gemeinde zu übernehmen.

Die Abwicklung von Zuschüssen läuft über den Landkreis gebündelt an die BLK, die wiederum vom Landkreis mit der für den Breitbandausbau erforderlichen Backbone-Realisierung betraut wurde. Zur Leitung des Oberderdinger Eigenbetriebs wurde als kaufmännischer Betriebsleiter Kämmerer Dieter Motzer und zur technischen Betriebsleiterin Bauamtsleiterin Angelika Schucker bestellt. „Wir haben von 2016 bis 2020 zwei Millionen Euro investiert“, erklärte Bürgermeister Nowitzki. Diese Kosten sollen in 15 Jahren refinanziert sein, erklärte Motzer.

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