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© Symbolbild: dpa
02.03.2017

Neuhausener Prügel-Opfer noch nicht außer Lebensgefahr

Um den jungen Mann, der nach dem Faschingsumzug in Neuhausen Opfer von brutalen Schlägern wurde, steht es nach wie vor ernst: Er schwebe zwar nicht in akuter Lebensgefahr, sie sei aber auch nicht auszuschließen, so Polizeisprecher Ralf Minet. Der 23-Jährige wird in einer Ludwigsburger Klinik behandelt und liegt auf der Intensivstation.

Wie berichtet, hat er durch Schläge und Tritte schwere Gesichts- und Kopfverletzungen mit einem Kieferbruch erlitten. Auch sein jüngerer Bruder, der ihm zu Hilfe eilen wollte, wurde im Gesicht verletzt und verlor einen Zahn. Die Brüder aus Bad Liebenzell wurden am Sonntag von einer Gruppe von sieben jungen Männern verprügelt, als sie das Partyzelt verließen und zum Parkplatz gingen. Drei Tatbeteiligte hat die Polizei geschnappt. Die Suche nach den vier unbekannten Mittätern laufe weiter, so Minet.

Weiße Bomberjacke

Sie sollen um die 20 Jahre alt gewesen sein, hatten kurze Haare und trugen dunkle Kleidung. Ein junger Mann soll eine weiße Bomberjacke der Marke „Alpha“ getragen haben. Der Zeugenaufruf in der Zeitung und auf der Facebook-Seite des Neuhausener Faschingsvereins Hau-Hu habe erste Erfolge gebracht: Es hätten sich mehrere Menschen gemeldet, die nähere Angaben zu der Schlägerei machen können. Nun müsse man die Auswertung ihrer Aussagen abwarten.

Der brutale Angriff hat nicht nur in Neuhausen die Menschen geschockt. „Es ist bedauerlich, dass es dazu gekommen ist“, so Hau-Hu-Präsidentin Petra Leicht. Und Bürgermeister Oliver Korz machte deutlich: „Gerade das wollen wir nicht: Dass Leute kommen, die Ärger bereiten.“

Wer Hinweise zur Schlägerei geben kann, wendet sich unter Telefon (0 72 31) 1 86-33 11 an die Polizei.

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