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Neujahrsempfang des Handwerks: (von links) Kreishandwerksmeister Rolf Nagel, Jürgen Ast, Johannes Becker, Landrat Karl Röckinger, Martin Reinhardt, Joachim Wohlfeil, Oberbürgermeister Gert Hager
20.01.2016

Neujahrsempfang der Kreishandwerker: auch Asylproblematik thematisiert

Die Handwerker im Enzkreis und in Pforzheim blicken auf ein wirtschaftlich starkes Jahr zurück und schauen zuversichtlich in die Zukunft. Aus einer Position der Stärke formulierte Kreishandwerksmeister Rolf Nagel am Mittwochabend im Landratsamt seine Wünsche an die Verwaltungen von Stadt- und Landkreis.

Auf noch stärkere Zusammenarbeit der beiden drängt Nagel schon fast traditionell beim Neujahrsempfang des Handwerks. Nachdem mit dem Einstieg des Enzkreises bei Energie- und Bauberatungszentrum (ebz) eine seiner Dauerforderungen nun erfüllt ist, hat er gleich das nächste Lieblingskind im Blick: die Zusammenführung der beiden KfZ-Zulassungsstellen. „Sie schaffen das!“, rief Nagel augenzwinkernd Landrat Karl Röckinger und Oberbürgermeister Gert Hager zu.

Es war nicht das einzige Mal in seiner Neujahrsansprache, dass er das berühmte Asyl-Zitat von Kanzlerin Angela Merkel zitierte. Denn an der Flüchtlingsfrage wollte der oberste Handwerker nicht vorbeigehen. Sehr differenziert nahm er Stellung. Nagel sprach von seinem Stolz auf den zupackenden Charakter von Merkels Satz „Wir schaffen das“. Aber er mahnte auch zu Realismus. Den Fachkräftemangel, den das Handwerk heute schon spüre, könnten die Flüchtlinge nicht beheben. Weder heute noch in der nächsten Zukunft. Die Neuankömmlinge seien höchstens die Auszubildenden von morgen und damit die Fachkräfte von übermorgen. Aber auch dafür brauche es größte Anstrengungen.