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12.05.2016

Neulingen geht bei Asylplanung auf Nummer sicher

Die Gemeinde Neulingen hat schon viel für die schnelle Unterbringung der im Enzkreis ankommenden Flüchtlinge auf ihrer Gemarkung getan. Die provisorische Nutzung der alten Gemeindehalle (Dreschhalle) in Bauschlott endet voraussichtlich im Oktober und die Zeltnutzung auf dem Parkplatz der Büchighalle in Göbrichen im November dieses Jahres.

Auf dem Wiesengelände „Obere Klinge“ am Ortsrand von Bauschlott errichtet der Enzkreis eine Wohnanlage in modularer Bauweise, in der 120 bis maximal 168 Menschen wohnen können. Nach bisherigen Prognosen müsste Neulingen bis zum Jahresende für 214 Flüchtlinge in der Erstunterbringung Wohnraum schaffen. Bei Einbeziehung von 120 Personen in der Wohnanlage „Obere Klinge“ wären noch 94 Plätze notwendig. Davon unabhängig sind Wohngelegenheiten für die sogenannte Anschlussunterbringung von Personen mit Bleibeperspektive vorzuhalten. Damit die Gemeinde Neulingen für die Anforderungen gewappnet ist, will man jetzt schon klären, wo die notwendigen Wohncontainer aufgestellt werden können, sagte Bürgermeister Michael Schmidt bei der jüngsten Gemeinderatssitzung.

Bauamtsleiter Ralf Kilgus zeigte alle Grundstücke der Gemeinde auf. Allerdings ist die Auswahl an geeigneten Grundstücken gering. Als Vorschlag steht der Ersatz des jetzigen Zeltes auf dem Büchighallen-Parkplatz durch Enheiten in Modulbauweise für etwa 60 Personen im Raum. Im Ortsteil Nußbaum soll Wohnraum für 30 Personen auf einem Grundstück im Bereich des Wasserhochbehälters Nußbaum geschaffen werden. Wegen der Nähe zur Bebauung hatten Bürgermeister und Bauamtsleiter die Nußbaumer Bürger im Umfeld möglicher Standorte im Verwaltungszentrum vorinformiert. Bei der jetzigen Ratssitzung brachten mehrerer Zuhörer Bedenken vor und verlangten die Vertagung einer Entscheidung. Ihre Wünsche gingen insbesondere dahin, dass keine zweistöckige Bauweise bei den Wohneinheiten erfolgt. Man will auch keine Konzentration von 30 Personen an einem Standort, sondern eine Verteilung auf mehrere Standorte in Nußbaum.

Sowohl der Rat, als auch der Bürgermeister waren sich einig, dass man vertretbare Wünsche der Bürger bei der Standortsuche berücksichtigt.