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Sicherer Atemschutz stand im Vordergrund einer Großübung der drei Abteilungen der Freiwilligen Feuerwehr Neulingen an einem abbruchreifen Haus in Bauschlott. Bei der Lagebesprechung gaben der Bauschlotter Abteilungskommandant Stefan Meeh (ganz links) sowie Martin Beck (rechts) Instruktionen. Für die Atemschutzüberwachung war Carina Dietrich (Mitte) zuständig.Foto: Dietrich
Sicherer Atemschutz stand im Vordergrund einer Großübung der drei Abteilungen der Freiwilligen Feuerwehr Neulingen an einem abbruchreifen Haus in Bauschlott. Bei der Lagebesprechung gaben der Bauschlotter Abteilungskommandant Stefan Meeh (ganz links) sowie Martin Beck (rechts) Instruktionen. Für die Atemschutzüberwachung war Carina Dietrich (Mitte) zuständig.Foto: Dietrich
09.11.2015

Neulinger Feuerwehren proben Menschenrettung in einem Abbruchhaus

Statt einer klassischen Übung mit einem simulierten Löschangriff auf ein brennendes Gebäude, führten die drei Abteilungen der Freiwilligen Feuerwehr Neulingen am Samstag eine spezielle, dreistündige Übung für Atemschutzgeräteträger an einem abbruchreifen Haus in Bauschlott durch. Dabei hatte die Suche nach verletzten Personen und deren Rettung oberste Priorität.

Der Bauschlotter Abteilungskommandant Stefan Meeh und Martin Beck von der Abteilung Nußbaum, mit Meeh einer der drei Stellvertreter von Kommandant Matthias Leypold, sowie der Nußbaumer Jugendwart Daniel Baumann, gaben ihre Erfahrungen weiter. Diese hatten sie sich bei einer Fortbildung im Enzkreis erworben. An der Übung nahmen auch die Abteilungskommandanten Henry Beyer (Nußbaum) und Gerd Klement (Göbrichen) teil.

Aufgeteilt in zwei Gruppen erfolgte die Theorievermittlung im Feuerwehrhaus durch Baumann, die praktischen Übungen wurden in dem abbruchreifen Haus durch Meeh und Beck durchgeführt.

Wie zu erfahren war, kamen dabei auch spezielle Schläuche zum Löschen von Bränden in Häusern sowie ein mobiler Rauchabschluss zum Einsatz, worunter der Wasserschlauch durchgezogen werden kann. „Entgegen einer erforderlich geöffneten Tür, kann hier kein Rauch durchdringen“, betonte Beck, der zudem erläuterte, dass ein Atemschutzgerätetrupp aus zwei Floriansjüngern bestehe. „Im Freien muss ein weiterer Rettungstrupp zur Verfügung stehen, wenn Kameraden im brennenden und dicht verrauchten Haus verunglücken oder durch einen Unfall ohne Atemschutz wären“, führte Beck weiter aus.

Die Atemschutzüberwachung erfolgte durch Carina Dietrich, welche beim Übungsverlauf ständig aufpassen musste, damit die Kameraden rechtzeitig das „brennende“ Objekt verließen, solange in der Flasche noch genügend Atemluft zur Verfügung stand. Daher war eine regelmäßige Kommunikation über Funk erforderlich. Mehr lesen Sie am Dienstag in der „Pforzheimer Zeitung“ oder im E-Paper auf PZ-news oder über die Apps auf iPhone/iPad und Android-Smartphones/Tablet-PCs.