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Einen interessanten ersten Tag auf „ihrer“ Streuobstwiese hatten Drittklässler der Bauschlotter Grundschule – begleitet von Nadine Götz, Maren Rexroth, Bernhard Reisch (von rechts). Hinten links: Kreisdezernentin Hilde Neidhardt. Foto: Martin Schott
Einen interessanten ersten Tag auf „ihrer“ Streuobstwiese hatten Drittklässler der Bauschlotter Grundschule – begleitet von Nadine Götz, Maren Rexroth, Bernhard Reisch (von rechts). Hinten links: Kreisdezernentin Hilde Neidhardt. Foto: Martin Schott
14.10.2016

Neulinger Unterricht auf der Streuobstwiese

Neulingen/Enzkreis. Ein spannendes Schuljahr mit besonders intensiven Naturerlebnissen hat die dritte Klasse der Friedrich-Weinbrenner-Schule im Neulinger Ortsteil Bauschlott vor sich. Unter dem Motto „Unser Klassenzimmer im Grünen“ nehmen die Kinder und ihre Lehrer am Schulprojekt „Die Streuobstwiese“ teil, das vom Landratsamt des Enzkreises ins Leben gerufen wurde und finanziell gefördert wird.

Ein Jahr lang wird eine Streuobstwiese direkt neben der Weinbrenner-Schule, die von Hausmeister Armin Hölzle zur Verfügung gestellt wurde, zum Lern- und Arbeitsfeld, eben zum „Klassenzimmer im Grünen“. „Bei dem Projekt geht es zum einen darum, die Streuobstwiese als wichtige Kulturlandschaft unserer Region den Kindern ganz konkret nahezubringen“, sagt Hilde Neidhardt, die für den Bereich „Landwirtschaft und Forsten“ zuständige Dezernentin des Enzkreises. „Ziel ist es, Wissen zu vermitteln, Begeisterung zu wecken und die Kulturlandschaft zu erhalten.“

Gemeinsam mit Jürgen Krepp, dem Leiter des Landwirtschaftsamtes und Bernhard Reisch, dem Kreisfachberater für Obstbau, hat Neidhardt die 3. Klasse der Weinbrenner-Schule auf der Streuobstwiese besucht. Erstes Thema: Äpfel ernten und eigenen Saft pressen. Von den Lehrerinnen Nadine Götz und Maren Rexroth waren die Kinder im Unterricht vorbereitet worden. Streuobstpädagogin Ursula Kunzmann wird die Kinder mit durchs „Wiesenjahr“ begleiten. „Im Enzkreis gibt es wohl mehr als eine halbe Million Obstbäume auf Streuobstwiesen“, erklärt Obstbaufachmann Reisch. „Sie sind ein unglaublich vielseitiger Lebensraum auch für eine Vielzahl anderer Pflanzen und für sehr viele Tierarten“, sagt Reisch.