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Kelterns Flüchtlingsbeauftragte Claudia Honnen an einer Küchenzeile.
Kelterns Flüchtlingsbeauftragte Claudia Honnen an einer Küchenzeile.
Am Donnerstagmittag beziehen die ersten Flüchtlingsfamilien die neue Wohncontaineranlage des Enzkreises an der Niebelsbacher Grenzsägmühle. Platz gibt es dort für 56 Personen in acht Modulcontainern auf zwei Ebenen.
Am Donnerstagmittag beziehen die ersten Flüchtlingsfamilien die neue Wohncontaineranlage des Enzkreises an der Niebelsbacher Grenzsägmühle. Platz gibt es dort für 56 Personen in acht Modulcontainern auf zwei Ebenen.
Die modulare Wohncontaineranlage in Niebelsbach ist die erste Flüchtlingseinrichtung der neuen Generation im Enzkreis. Weitere Anlagen dieses Stils folgen.
Die modulare Wohncontaineranlage in Niebelsbach ist die erste Flüchtlingseinrichtung der neuen Generation im Enzkreis. Weitere Anlagen dieses Stils folgen.
Freundlicher Empfang in Keltern: Der Erste Landesbeamte Wolfgang Herz (rechts) und Bürgermeister Steffen Bochinger haben Biberbettwäsche parat. Fotos: Marx
Freundlicher Empfang in Keltern: Der Erste Landesbeamte Wolfgang Herz (rechts) und Bürgermeister Steffen Bochinger haben Biberbettwäsche parat. Fotos: Marx
Jede Wohneinheit ist mit einer eigenen Toilettenanlage ausgestattet.
Jede Wohneinheit ist mit einer eigenen Toilettenanlage ausgestattet.
10.12.2015

Niebelsbacher Wohncontainer: Flüchtlingsheim mit Vorzeigecharakter

Keltern-Niebelsbach. Enzkreis eröffnet in Niebelsbach die erste modulare Wohncontaineranlage für Asylsuchende. Die ersten Bewohner haben die Einrichtung nun bezogen.

Die neue Wohncontaineranlage in Modulbauweise des Enzkreises an der Grenzsägmühle im Kelterner Ortsteil Niebelsbach besticht durch eine hohe Funktionalität. Jede der acht Wohneinheiten verfügt über sieben Betten, Wäschespinde, einen bestuhlten Gemeinschaftstisch, eine Küchenzeile, ein Bad und eine Toilette. Hinzu kommen Gemeinschaftsräume, etwa ein Container mit sechs Waschmaschinen. Ebenfalls in einem Container befinden sich die zentrale Heizung und die Warmwasserversorgung. Die Heizungen in den Wohncontainern sind individuell regulierbar. Lediglich auf eine vorinstallierte WLAN-Anlage müssen die Flüchtlinge verzichten.

Der Erste Landesbeamte Wolfgang Herz stellte mit weiteren Vertretern des Landratsamts und im Beisein der Kelterner Kommunalverwaltung sowie des „Arbeitskreises Flüchtlinge Keltern“ die neue modulare Vorzeigeanlage vor, die beim baden-württembergischen Unternehmen Grinbold-Jodag bestellt worden war. Allein für den in Doppelstockbauweise errichteten, wegen der Treppenanlage etwas teureren Typ musste der Kreis 770 000 Euro finanzieren. In Kürze werden weitere Einrichtungen in Modulbauweise fertiggestellt: in Tiefenbronn, Mönsheim, Wurmberg, Heimsheim und Königsbach. Das seien aber nur die Projekte der ersten Planungstranche, wie Herz unterstrich. Weitere Bauvorhaben dieses Typs werde es geben, denn der Bedarf sei enorm. 102 Flüchtlinge müsse der Enzkreis wöchentlich unterbringen. Die neue Anlage mit ihren 56 Plätzen decke also gerade einmal gut die Hälfte des Wochenbedarfs.

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