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Der Verkehr, vor allem auf der A8 und B10, die Haushalte und die Industrie seien die Hauptquellen der CO2-Belastungen. Symbolbild dpa

Niefern-Öschelbronn steht beim Klimaschutz vor einem Aufgabenberg

Niefern-Öschelbronn. Beim Klimaschutz steht die Gemeinde Niefern-Öschelbronn vor einem Aufgabenberg. 72 Projekte, davon 24 in den kommenden drei Jahren, müssten angepackt werden, um den CO2-Ausstoß und den Energieverbrauch deutlich zu senken, erläuterten Kai Hufendiek und Ulrich Fahl vom Büro TGZ InEnergy Stuttgart dem Gemeinderat.

Das Duo legte den Ratsmitgliedern in der jüngsten Sitzung eine umfangreiche Analyse vor. Ausgehend von der Bestandsaufnahme präsentierten Hufendiek und Fahl einen Aktionsplan und Pfade für die Zukunft. Im vergangenen Jahr hatten die beiden Fachleute gemeinsam mit Bürgern und Experten aus Niefern-Öschelbronn die Chancen für mehr erneuerbare Energien ausgelotet. Der Verkehr, vor allem auf der A8 und B10, die Haushalte und die Industrie seien die Hauptquellen der CO2-Belastungen. Mit Solarstrom, Erdwärmeanlagen, Elektrofahrzeugen und Sonnenenergie für warmes Wasser könne die Gemeinde das Klima schonen. Das Flusskraftwerk in Niefern lasse sich ausbauen, das sei allerdings erst in einigen Jahren sinnvoll, wenn die Anlage wieder gewartet wird, beantwortete das Büro eine Frage von Gemeinderat Rolf Härer (CDU). Für die 24 wichtigsten Vorhaben bis 2022 sei „ein einstelliger Millionenbetrag nötig“. Die Zukunftsidee einer Seilbahn von Öschelbronn über Niefern zum Bahnhof im Energiekonzept schloss Erik Schweickert als FW/FDP-Fraktionsvorsitzender vorsorglich bereits aus. Eine Stelle im Rathaus für ein besseres Energiemanagement sei nicht drin. Die Untersuchung des Büros fließe nun in den europäischen Energie-Wettbewerb ein, an dem sich die Gemeinde beteiligen wird, so Bürgermeisterin Birgit Förster. Die Experten im Klimabeirat der Gemeinde stünden der Ortsverwaltung zur Seite.