nach oben
Auftritt der Tänzerinnen von „Hüftgold“ beim Mittelalterlichem Treiben in Niefern. Foto: Tilo Keller
Auftritt der Tänzerinnen von „Hüftgold“ beim Mittelalterlichem Treiben in Niefern. Foto: Tilo Keller
10.07.2016

Niefern: Voller Schwung ins Mittelalter

Niefern-Öschelbronn. Ein buntes Markttreiben hat die Besucher am Wochenende auf dem Nieferner Festplatz in alte Zeiten entführt. Die neue Bürgermeisterin wurde zur „Freifrau zu Niefern“ ernannt.

Fliegende Äxte, sirrende Pfeile, Ritter, edle Fräulein und buntes Markttreiben – In Niefern hat zum zweiten Mal das Mittelalter Station gemacht. Auf dem Festplatz haben Händler, Handwerker und verschiedene Gruppen ihr Zeltlager aufgeschlagen und zum Eintauchen in eine längst vergangene Zeit eingeladen.

Mit einem großen Umzug aller Teilnehmer durch das Marktgelände startete am Samstag die zweitägige Veranstaltung. Organisatorin Conny Gutscher aus Wiernsheim-Pinache, unter den Mittelalterfans als Marktvögtin Conny die Starke bekannt, führte den Zug zusammen mit Niefern-Öschelbronns neuer Bürgermeisterin Birgit Förster an. Im Rahmen der Eröffnungszeremonie, in der Marktherold Robert alle Teilnehmer vorstellen ließ, wurde Bürgermeisterin Förster sogar zur Freifrau zu Niefern ernannt.

Auf dem Festgelände konnten die Besucher einen Einblick in das Lagerleben erhaschen, wie bei den Plattenwaldbarbaren, den schwäbischen Schotten Skara brae, der Ritterschaft Durlach und vielen mehr.

Turniere im Axtwurf

Die Gruppe „Anno 1150“ hatte sich extra im hinteren Bereich unweit der Enz aufgebaut. „Damit das Lager nicht von Seeseite überfallen wird“, teilte einer der kämpferischen Recken mit. Nebenbei maßen sich die Kämpfer in Axtwurfturnieren oder Bogenturnieren. Vor dem Zelt von „Pax Christi“ gab es sogar Blut Christi mit dem köstlichen Geschmack von Holunderlikör zu erwerben. Außerdem wurden dort auch Ablassbriefe für diverse Sünden ausgestellt. „Das ist vor allem bei den Barbaren beliebt“, erkläre Schwester Heike, die das Pax Christi Siegel schon auf unzählige Ablassbriefe aufgedrückt hatte.

Märchen für Kinder

Kinder konnten beim Bogenbauer in die Lehre gehen oder das Bogenschießen probieren, sich im Marionettentheater unterhalten lassen, der Märchenerzählerin zuhören, Runden im handbetriebenen Karussell drehen und vieles mehr. Mutige Besucher ließen sich die Zukunft aus Karten lesen. Wer sich an mittelalterlich anmutendem Speis und Trank labte, konnte nebenbei sein Auge an den Tänzerinnen von „Hüftgold“ aus Pforzheim erfreuen. Auch die Schlegler aus Heimsheim präsentierten sich mit Tänzen, die in der heißen Sonne jedoch sehr schnell sehr schweißtreibend wurden.