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Birgit Förster wird Nachfolgerin von Bürgermeister Jürgen Kurz. © Ketterl
Siegerkuss von Ehemann Mario Förster. Foto: Ketterl
Rund 400 Bürger und mehrere Bürgermeister aus dem Enzkreis warten im Nieferner Ameliussaal auf das Wahlergebnis. Foto: Ketterl
Punkt 18 Uhr beginnt hier in der Grundschule Niefern die Stimmen-Auszählung. Foto: Ketterl
73 sonstige Stimmen, einige für Kurz. Foto: Ketterl
Strahlende Siegerin: Bürgermeister Jürgen Kurz gratuliert seiner Nachfolgerin Birgit Förster zum Erfolg. Foto: Ketterl
09.05.2016

Niefern-Öschelbronn erhält mit Birgit Förster die erste Bürgermeisterin

Niefern-Öschelbronn. Die 42-jährige Verwaltungswirtin Birgit Förster wird neue Chefin im Rathaus von Niefern-Öschelbronn und damit Nachfolgerin von Jürgen Kurz, der 40 Jahre lang Bürgermeister in der Doppelgemeinde war. Die Favoritin des Siebenkampfs setzt sich schon im ersten Wahlgang durch.

Bildergalerie: Birgit Förster gewinnt Bürgermeister-Wahl in Niefern-Öschelbronn

Rund 400 Besucher im Nieferner Ameliussaal mussten am Sonntagabend eine Weile warten – die Auszählung der zahlreichen Briefwähler zog sich hin. Doch dann war klar, was nur wenige vermutet hatten: Die Favoritin des Siebenkampfs um die Nachfolge des Bürgermeisters Jürgen Kurz setzte sich auf Anhieb durch. Birgit Förster machte mit 52,7 Prozent der Stimmen das Rennen. Jürgen Kurz als Leiter des Wahlausschusses verkündete das überraschende Ergebnis.

Der sechswöchige Wahlkampf elektrisierte die Bürger in der Gemeinde, auch wenn sich das nicht in der Wahlbeteiligung niederschlug (48,7 Prozent). Die 42-jährige Hauptamtsleiterin in Neubulach im Landkreis Calw hatte als erste Kandidatin ihren Hut in den Ring geworfen. „Dieser Sieg überwältigt mich total, mein Puls ist gerade ziemlich hoch“, sagte Förster zur PZ – ein paar Minuten, nachdem der Erfolg feststand. Sie habe die lange Wahlkampfzeit genutzt, um mit vielen Einwohnern ins Gespräch zu kommen – „Bürgernähe ist mir sehr wichtig.“

Schon bei den Vorstellungsrunden in den proppenvollen Sälen in Niefern und Öschelbronn schlug das Stimmungsbarometer deutlich für die Diplom-Verwaltungswirtin aus dem Altensteiger Stadtteil Wart aus. Wie die PZ mitstoppte, war der Beifall für Förster nach ihren Reden rund doppelt so lang wie bei den anderen sechs Kandidaten. Dass sie sich aber schon im ersten Wahldurchgang durchsetzt, überraschte viele. Doch sie heimste auf Anhieb mehr als die Hälfte der Stimmen ein. Der langjährige Schultes Kurz hört Ende Juni auf. Birgit Förster wird am 1. Juli seinen Schreibtisch übernehmen.

Schmerzhaft ist das Ergebnis für die frühere Landtagsabgeordnete Viktoria Schmid (CDU). In ihrer ehemaligen Heimatgemeinde erreichte die jetzt in Pforzheim lebende Politikerin 7,8 Prozent. Beim ebenfalls enttäuschenden Ergebnis bei der Landtagswahl kam sie in Niefern-Öschelbronn auf nur 24,7 Prozent und verlor gegenüber der Wahl 2011, als sie erstmals ins Parlament einzog, bereits saftige 16 Prozent. Aus ihrer Enttäuschung über das magere Ergebnis bei der Bürgermeisterwahl machte Schmid keinen Hehl: „Ich wusste von Anfang an, dass die Kandidatur ein Risiko beinhaltet.“ Wie es jetzt bei ihr weitergehe, sei ungeklärt.

Gute Laune hatte dagegen Markus Klempin. Der Produktmanager aus Niefern heimste 18,2 Prozent ein und kam hinter Förster auf Platz zwei. Noch vor Richard Stiel – der Gemeinderat (FW/FDP) erhielt zehn Prozent und landete auf dem dritten Rang. „Ich hätte mir einen zweiten Wahldurchgang gewünscht“, sagte Klempin. „Ich werde mich künftig aber stärker in die Kommunalpolitik einbringen“, kündigte Klempin an.

Hier können Sie den ››› Wahlabend im Wahl-Liveticker von PZ-news nachlesen ‹‹‹.

 

 

Stimmen

%

Förster, Birgit

2.397

52,74

Wilhelm, Alfred

184

4,05

Walter, Stephan

168

3,70

Raus, Guerreiro

90

1,98

Schmid, Viktoria

355

7,81

Klempin, Marcus

825

18,15

Stiel, Richard

453

9,97

Sonstige

73

1,60

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