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Die Glocke der Sitzungsleiterin genügt Rathauschefin Birgit Förster für gewöhnlich. Am Dienstag riss ihr aber der Geduldsfaden. Foto: Tilo Keller, Archiv
Die Glocke der Sitzungsleiterin genügt Rathauschefin Birgit Förster für gewöhnlich. Am Dienstag riss ihr aber der Geduldsfaden. Foto: Tilo Keller, Archiv
16.05.2018

Niefern-Öschelbronns Rathauschefin verweist einen Bürger des Saales

Niefern-Öschelbronn/Enzkreis. Birgit Förster, die Bürgermeisterin von Niefern-Öschelbronn verweist einen Bürger des Saales – ein Beispiel für ein zunehmend raueres Klima in der Kommunalpolitik.

Der Umgangston zwischen Bürgern und Rathausverwaltungen wird rauer. Wieder und wieder gleiten sachliche Differenzen ab ins Grundsätzliche und besonders schnell ins Persönliche. Das war gerade erst bei der Pforzheimer Gemeinderatssitzung mit Protesten gegen den Plan eines Gewerbegebiets Klapfenhardt und gegen die städtische Kita-Krise der Fall. In Remchingen wollte eine Bürgerin in der letzten Sitzung das Mikrofon nicht mehr aus der Hand geben. In Knittlingen standen sich ein Bürger und der Rathauschef sogar vor Gericht gegenüber. Und der frühere Landrat Karl Röckinger hatte vor seinem Ruhestand noch einmal davor gewarnt, die Arbeit von Gemeinderäten nicht zu stark durch andere Debatten- und Abstimmungsformen zu untergraben.

Auch in Niefern-Öschelbronn endete am Dienstag im Gemeinderat die Fragestunde für Einheimische mit einem Eklat. Bürgermeisterin Birgit Förster verwies einen Bürger des Saales. Das hat es in Sitzungen des Niefern-Öschelbronner Ratsgremiums noch nicht gegeben. Der Fragesteller habe bei seiner Kritik am neu eingeführten Tempo 30 in Nieferns Hauptstraße nicht mehr sachlich argumentiert, sondern sie persönlich diffamiert, begründete die Verwaltungschefin den Rauswurf. Vorausgegangen war ein Streit über die neue Tempo-30-Regelung in Nieferns Ortsdurchfahrt. Ein Kritiker steigerte seinen Ärger bis zum Vorwurf an die Bürgermeisterin: „Für so einen Blödsinn haben wir Sie nicht zur Bürgermeisterin gewählt. Da hätten Sie bleiben können, wo Sie früher waren.“

Mehr lesen Sie am Donnerstag in der „Pforzheimer Zeitung“ oder im E-Paper auf PZ-news oder über die Apps auf iPhone/iPad und Android-Smartphones/Tablet-PCs.

Wahrsager
17.05.2018
Niefern-Öschelbronns Rathauschefin verweist einen Bürger des Saales

Ich kann natürlich nicht sagen, was in dieser Sitzung gesagt oder nicht gesagt wurde. Allerdings fahre ich berufsbeding täglich durch Niefern Richtung Öschelbronn. Vor der Einführung der 30er Zone lief der Verkehr flüssig. Reifengequietsche, hohe Drehzahlen etc. kamen kaum vor, da bei der Dichte des Verkehrs meistens nur eine Geschwindigkeit von 40 - 50 km/h möglich war. Das ganze nun auch noch auf 30 km/h auszubremsen halte ich für sehr ungünstig. Der Verkehr fängt an zu stocken. Bei Beginn ...... mehr...

job
17.05.2018
Niefern-Öschelbronns Rathauschefin verweist einen Bürger des Saales

Inhaltlich gebe ich dem Bürger recht. Der Verkehr auf der Nieferner Hauptstraße fließt in Wellen, die durch die Grünphasen der Ampelanlagen bedingt sind. Die Wellen kommen aus beiden Fahrtrichtungen. An allen nicht beampelten Einmündungen müssen diese Wellen abgewartet werden. Das ging relativ gut. Seit der 30iger Regelung fließen diese Wellen langsamer. Die Wahrscheinlichkeit, daß die Welle aus der einen Richtung durch die Welle aus der anderen Richtung abgelößt wird ist sehr groß geworden. ...... mehr...

Faelchle
17.05.2018
Niefern-Öschelbronns Rathauschefin verweist einen Bürger des Saales

Unabhängig davon, ob die Verkkehrsmaßnahme sinnvoll ist, persönliche verbale Attacken gegen die Fr. Förster, sie ist Amtsperson, das geht jedenfalls nicht. So ist ihre Reaktion vollkommen angemessen. mehr...

job
17.05.2018
Niefern-Öschelbronns Rathauschefin verweist einen Bürger des Saales

[QUOTE=Faelchle;300945]Unabhängig davon, ob die Verkkehrsmaßnahme sinnvoll ist, persönliche verbale Attacken gegen die Fr. Förster, sie ist Amtsperson, das geht jedenfalls nicht. So ist ihre Reaktion vollkommen angemessen.[/QUOTE] Da stimme ich ihnen natürlich zu! mehr...