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Mit seinem Verpuffungsptriebwerk will es Tom König ins Guinnessbuch der Rekorde schaffen. Foto: Privat
Mit seinem Verpuffungsptriebwerk will es Tom König ins Guinnessbuch der Rekorde schaffen. Foto: Privat
02.06.2017

Nieferner unternimmt Weltrekordversuch mit Verpuffungstriebwerk

Niefern-Öschelbronn. Ein Foto von Ohrstöpseln postete Niefern-Öschelbronns stellvertretender Bürgermeister Erik Schweickert (FDP) am Wochenende auf Twitter. Diesen Gehörschutz hatten diejenigen, die zur Jagd nach einem Weltrekord auf den Öschelbronner Grillplatz gekommen waren, wahrlich auch gebraucht.

Denn es war ein lauter Knall, mit dem der Weltrekordversuch um das „Größte, ventillose Verpuffungstriebwerk“ startete. Es folgte ein wummerndes Geräusch, einem Donnergrollen ähnlich, Flammen waren zu sehen – und dann stand fest: die Anforderungen, die das Guinnessbuch der Rekorde vorab an Tom König übermittelt hatte, wurden erfüllt.

„Natürlich kenne ich die Bücher seit meiner Kindheit“, sagt der Tüftler. „Dass ich eines Tages selbst einen Rekordversuch unternehmen würde – daran habe ich damals aber absolut nicht gedacht. Seit einigen Jahren baut der 22-Jährige, der als Senkerodierer in einem Werkzeug- und Formenbauunternehmen arbeitet, solche Triebwerke im heimischen Hobbykeller. Mit der Zeit stiegen Leistung und Größe immer weiter an, berichtet er der PZ – bis dann die ehrgeizige Idee eines Weltrekordes aufkam.

Nach 120 Stunden am Ziel

Was mit einer nicht ganz ernst gemeinten Anfrage beim Guinness- Hauptquartier in England begann, fand nach fünf Monaten Arbeit und unter Einsatz teils eher abenteuerlich anmutender Komponenten ein lautstarkes Ende. So wurde etwa ein modifizierter Laubbläser zum Starten verwendet. 120 Arbeitsstunden und knapp 2500 Euro hat König investiert. Ob sich dies gelohnt hat – und das Guinness-Kommitee den Eintrag ins Rekordbuch vornimmt – erfährt er vier bis zwölf Wochen, nachdem er die Beweise eingereicht hat. „Zum Beispiel Zeugenaussagen, Videos und Fotos, Berechnungen und Dokumentationen“, erklärt der Nieferner. Die Funktion der beiden vom Guinnessbuch geforderten Zeugen aus öffentlichen Ämtern übernahmen Schweickert und Gemeinderat Stephan Brennenstuhl.

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