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Bei der „Kultur an der Bischwiese“ bringt die Schulband den Hit „Bodo mit dem Bagger“ auf die Bühne. Foto: Tilo Keller

Nieferns Realschüler beweisen bei „Kultur an der Bischwiese“ nicht nur ihr Können, sondern auch viel Humor

Niefern-Öschelbronn. Die Realschule Niefern lässt sich für ihre traditionelle Veranstaltung „Kultur an der Bischwiese“ alljährlich viel einfallen. In diesem Jahr stand der Abend unter dem Motto „Kulturbaustelle“.

Wie es sich für eine Baustelle gehört, wurden zunächst entsprechende Warnschilder und Absperrungen auf der Bühne des Ameliussaals aufgestellt. Selbst der Flügel wurde von fleißigen Bauarbeitern mit einem rotweißen Absperrband dekoriert. Und Rektorin Sylvia Schleifer-Dürr begrüßte die Besucher prompt zur Baustelleneröffnung. Damit war nicht nur der Abend gemeint, es war auch eine Anspielung auf einen tatsächlichen Baubeginn. In diesen Tagen sind die Arbeiten zur Erweiterung der Realschule um Baumwipfelklassenzimmer gestartet. Mit einem symbolischen Spatenstich, zu dem ihr tatsächlich ein Spaten gereicht wurde, eröffnete die Rektorin das Abendprogramm.

Der erste Teil wurde von Solisten bestritten, die am Flügel, an der Posaune und am Cello glänzten. Von der Zweitklässlerin bis hin zur Zehntklässlerin wurde so manches Talent sichtbar. Neuntklässler Johannes überzeugte nicht nur durch sein Können, er zeigte humorvollen Körpereinsatz, indem er neben seinen Händen auch noch seinen Fuß an den Tasten eines Flügels zum Einsatz brachte. Fünftklässler Paul bezauberte mit seiner klaren Stimme und begleitete sich bei dem Lied „Sag mir, wo die Blumen sind“ selbst auf der Gitarre.

Das Thema Baustelle zog sich wie ein roter Faden durch die Moderation. So wurden Sophie und Dilara, die beiden Tänzerinnen aus Klasse drei, wie Baumaterial von der Bühne getragen. Fünftklässlerin Elisabeth wurde sogar mit einer Schubkarre zum Klavier gebracht. Passend zum Thema präsentierten die Popsingers ein Lied über den Baumarkt und die Schulband brachte den Hit „Bodo mit dem Bagger“ auf die Bühne. Wie die meisten Gruppen hatten auch die Musiker gelbe oder orangefarbene Warnwesten an, die im Schwarzlicht besonders gut leuchteten. Ein „Stromausfall“ auf der Baustelle gab der Klasse 6a Gelegenheit zu ihrem faszinierenden Taschenlampentanz. Eine Sportgruppe trat als Roboter auf, die die Baustelle tanzend vorantrieben. Eine Musikgruppe nutzte die Geräusche der Holzbearbeitung zu einer rhythmischen Showeinlage. Arbeitsgeräte und Materialien einer Baustelle wusste der Musikkurs als Instrumente zu nutzen. Nach vielen weiteren fantasievollen Programmpunkten ernteten die Schüler tosenden Applaus.