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29.03.2016

Nimmersatte Raupen bilden große Gefahr

Im vergangenen Frühjahr sorgte in einigen Regionen des Enzkreises ein massives Auftreten des Frostspanners für kahlgefressene Obstbäume (PZ berichtete). Kirschen und Zwetschgen, sogar Äpfel und Birnen von heimischen Obstwiesen waren deshalb in einigen Gemarkungen Raritäten. „Aufgrund der großen Schädlingsmenge des Vorjahres ist auch in diesem Frühjahr wieder mit einem starken Befallsdruck zu rechnen“, warnt deshalb Obstbauberater Bernhard Reisch vom Landwirtschaftsamt.

Wer im vergangenen Spätherbst Leimringe an den Baumstämmen angebracht hat, konnte einen großen Teil der am Stamm hinaufwandernden Frostspanner-Weibchen abfangen. Allerdings können frisch geschlüpfte, kleine Räupchen in großer Zahl von benachbarten Bäumen herübergeweht werden.

Fachmann Reisch rät, alle Obstbäume regelmäßig ab dem Beginn des Austriebs bis nach der Blüte auf Frostspanner-Raupen zu kontrollieren: „Mit den ansteigenden Temperaturen, beginnen aus den in der Baumkrone abgelegten Eiern die hellgrün gefärbten Räupchen zu schlüpfen. Sie bewegen sich mit einer typisch katzbuckeligen Bewegung vorwärts und beginnen, an den frischen Blättchen der Bäume zu fressen.“ Da die kleinen Raupen leicht zu übersehen seien, rät Reisch, mit einem Stock an die Zweige zu klopfen und dabei einen Karton unter diesen Bereich zu halten: „Die Raupen seilen sich mit einem Spinnfaden vom Zweig ab und sind dann gut erkennbar.“

Weitere Auskünfte gibt es im Landwirtschaftsamt unter der Telefonnummer (0 72 31) 3 08-18 31 oder per E-Mail an Bernhard.Reisch@enzkreis.de