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Roger Heidt, der Vorsitzende der Geschäftsführung der SWP (links), mit seinem Vorgänger Wolf-Kersten Meyer bei den Grösseltalquellen. Foto: Seibel, Archiv
Roger Heidt, der Vorsitzende der Geschäftsführung der SWP (links), mit seinem Vorgänger Wolf-Kersten Meyer bei den Grösseltalquellen. Foto: Seibel, Archiv
10.01.2017

Nitrat im Grundwasser: Qualität in Region sehr gut

Pforzheim/Enzkreis. Hohe Nitratwerte stellen an vielen Stellen in Deutschland ein Problem dar. Bundesweit weisen immerhin 28 Prozent der Messstellen ein Überschreiten der Grenzwerte für den gesundheitsschädlichen Düngestoff auf.

Dieser Wert wird im aktuellen Nitratbericht genannt, den die Bundesregierung an die EU-Kommission übersandt hat. In Brüssel wirft man der Bundesregierung aufgrund der seit Jahren hohen Umweltbelastung Versäumnisse vor. Im November hatte die EU-Kommission deshalb Deutschland wegen Verstößen gegen die EU-Nitratrichtlinie verklagt. Das Bundesumweltministerium will, dass eine 2016 angefertigte Novelle des Düngerechts, die eine Verschärfung des Regelwerks vorsieht, nun in Kraft tritt. Die Verursacher für die Nitrat-Belastung benennt das Ministerium klar: Es seien die Landwirte, die immer noch zu viel Gülle und Kunstdünger auf den Feldern ausbrächten.

Gleichwohl: Bei einer PZ-Anfrage unter zwei großen, heimischen Wasserlieferanten betonen sowohl die Stadtwerke Pforzheim (SWP) als auch die Stadtwerke Mühlacker (SWM), dass bei ihnen Nitrat kein nennenswertes Problem darstelle. Vorteilhaft wirke sich der Anschluss an die Bodenseewasserversorgung aus. Der Nitratgehalt liegt bei diesem Produkt bei 4,1 Milligramm pro Liter. Zum Vergleich: Die Trinkwasserverordnung sieht für Kleinkinder im Alter bis zu drei Jahren einen Grenzwert von 10 Milligramm pro Liter vor, für Erwachsene einen Wert von 50 Milligramm.

Während Mühlacker zu 100 Prozent mit Bodenseewasser versorgt wird, ist die Situation in Pforzheim differenzierter. Mit reinem Bodenseewasser versorgt werden beispielsweise Altgefäll, Buckenberg, Haidach, Eutingen, Mäuerach und Würm. Eine Beimischung aus der Enzaue (Nitratanteil 9,2 Milligramm pro Liter) gibt es in den westlichen Teilen der Pforzheimer Kernstadt. In einigen östlichen Teilen und Dillweißenstein wiederum dominiert Grösseltal-Quellwasser (4,2 Milligramm). Nagoldtal-Grundwasser kommt zum Zug in Büchenbronn (mit 9,9 Milligramm) und in Huchenfeld (mit 4,1 Milligramm). Allerdings: Die Wasserversorgung in der Gebietsgemeinde Hohenwart übersteigt mit 15 Milligramm pro Liter Nitrat den Richtwert für Kleinkinder im Alter bis zu drei Jahren.

Trinkwasser-Herkunft in Pforzheim und die Nitratwerte

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