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Große Aufgabe: Jochen Reiser ist für seine Nierenforschung weltweit hochanerkannt. Im Zentrum seines Interesses steht dabei das Molekül suPar. privat
Große Aufgabe: Jochen Reiser ist für seine Nierenforschung weltweit hochanerkannt. Im Zentrum seines Interesses steht dabei das Molekül suPar. privat
08.09.2017

Nöttinger Forscher im Kreise von Darwin und Einstein

Ein Nöttinger hat mit Charles Darwin und Albert Einstein gleichgezogen. Der bereits hochrenommierte und dekorierte Nierenforscher Jochen Reiser hat nun ebenfalls den Sprung in die Leopoldina geschafft. Damit gehört der 46-Jährige zu einer erlauchten Schar von Wissenschaftlern.

Unter den aktuell rund 1500 Mitgliedern der ältesten naturwissenschaftlich-medizinischen Gelehrtengesellschaft im deutschsprachigen Raum sind auch weit über 150 Nobelpreisträger vertreten.

Per Post habe er von der Aufnahme in die Leopoldina erfahren, berichtet Reiser. „Nach dem Öffnen des Briefs sind schon ein paar Freudentränen geflossen. In der Leopoldina zu sein, bedeutet ein bisschen Unsterblichkeit, weil die Namensliste bestehen bleibt.“ Dafür ist der dreifache Familienvater, der in Chicago Zuhause ist, aber auch eine Verpflichtung eingegangen: „Die Leopoldina trifft sich mehrmals im Jahr in Deutschland. Es geht dabei um Wissenschaftsethik, Gentechnologie, Neuentwicklungen sowie Beratungen für Politik und Wirtschaft.“

Seit Jahren erforscht Reiser die Auswirkungen einer kleinen chemischen Verbindung, die Auswirkungen auf die Gesundheit von Millionen Menschen hat. „suPar ist ein Molekül des Immunsystems, das jeder im Blut hat und bei erhöhter Konzentration ein Risikofaktor für zukünftige Nierenerkrankungen ist“, erklärt der 46-Jährige. Auch bestehende Nierenleiden verschlechterten sich durch einen zu hohen Spiegel des Moleküls. Zudem werde nun auch die Rolle bei Herzerkrankungen zunehmend klarer.

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