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Da ist ein dicker Geldbeutel nötig: Gleich zwei Neubauten, die die Mühlacker Feuerwehr dringend benötigt, werden viel teurer als erwartet. Symbolbild: dpa
Da ist ein dicker Geldbeutel nötig: Gleich zwei Neubauten, die die Mühlacker Feuerwehr dringend benötigt, werden viel teurer als erwartet. Symbolbild: dpa
23.08.2017

Nordschwarzwald kann auf starke Kaufkraft bauen

ENZKREIS. Wer in der Region Nordschwarzwald lebt, dem geht es statistisch betrachtet überwiegend gut – so versteht das Landratsamt Enzkreis das Ergebnis einer Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW). Demnach gehört der Nordschwarzwald zu den 15 Regionen in Deutschland mit der geringsten sogenannten „Kaufkraft-Armutsquote“. In Baden-Württemberg liegt die Region mit ihren Kreisen Calw, Freudenstadt, dem Enzkreis sowie der Stadt Pforzheim damit sogar auf dem dritten Platz.

Als einkommensarm gelten Haushalte, die weniger als 60 Prozent des durchschnittlichen Einkommens zur Verfügung haben; im Jahr 2014 betraf dies in ganz Deutschland 15,4 Prozent der Menschen. Das IW hat in seiner Studie nun erstmals dieses Einkommen in Beziehung zum regionalen Preisniveau gesetzt. Und dabei schneidet der Nordschwarzwald auffallend gut ab. Spitzenreiter ist übrigens die Region Bodensee. Am Ende der Bundestabelle stehen die Regionen Bremerhaven, Gelsenkirchen und Köln.

Landrat Karl Röckinger zeigt sich erfreut über das gute Abschneiden des Nordschwarzwalds: „Dies ist auch Ausdruck der guten Arbeit der Kommunen und der Wirtschaft.“ Die Studie zeige, dass der oft zitierte Satz „hier lässt es sich gut leben“ keine Floskel sei, sondern durch Fakten belegt werden könne. Beispielsweise durch ein gutes Einkommensniveau und eine niedrige Arbeitslosenquote, verbunden mit im landesweiten Vergleich moderaten Preisen insbesondere für Miete und für Häuslebesitzer. Jochen Protzer von der Wirtschaftsförderung Nordschwarzwald (WFG) hinterlegt das Ergebnis der Studie mit einem klaren Arbeitsauftrag: „Unser Job ist es, alles zu tun, dass es so bleibt.“ Vor allem in Bezug auf die Außendarstellung der Region kommen für den WFG-Chef die Ergebnisse der Studie gerade zur richtigen Zeit. Dass das IW auch fordert, regionale Fördermaßnahmen mit einer Politik für besonders armutsgefährdete Gruppen zu verzahnen, wertet Landrat Röckinger als Bestätigung der Sozialpolitik in der Region. enz

helmut
25.08.2017
Nordschwarzwald kann auf starke Kaufkraft bauen

Durchschnittsstatistiken haben nicht die geringste Aussagekraft über die Kaufkraft. Die wird sich bei den unteren Einkommen in Grenzen halten. Einkommenszuwächse in Prozent mit der Inflationsrate zu vergleichen sind äußerst fragwürdig. Die hat bei jedem Einkommen einen anderen Wert. Von weniger als 0 bis zweistellig. mehr...

Störtebeker
25.08.2017
Nordschwarzwald kann auf starke Kaufkraft bauen

Warum mussten dann unzählige traditionsreiche und inhabergeführten Fachgeschäfte in Pforzheim schließen? mehr...

ROSAROT
25.08.2017
Nordschwarzwald kann auf starke Kaufkraft bauen

[QUOTE=Störtebeker;284580]Warum mussten dann unzählige traditionsreiche und inhabergeführten Fachgeschäfte in Pforzheim schließen?[/QUOTE] Sie wissen genau, daß dies ganz andere Ursachen als die jeweilige Kaufkraft hat. Daß Fachgeschäfte immer mehr verschwinden, liegt weitgehend an der enormen Zunahme des Internet - Handels. Mit dem die meisten Fachgeschäfte entweder preislich nicht konkurrieren konnten oder sogar schlicht verschlafen haben. mehr...

Schreiberling
25.08.2017
Nordschwarzwald kann auf starke Kaufkraft bauen

Das liegt an den Mieten. Die - gewerblichen - Immobilien sind oft in der Hand von Erbengemeinschaften, deren Mitglieder fernab in Metropolen wohnen und immer noch denken, Pforzheim sei auch eine pulsierende Boomtown. Dementsprechend sind ihre Mietforderungen und dann kommen die andern Aspekte noch hinzu: geringe Kaufkraft, Internethandel und die spezielle Pforzheimer Dienstleistungsorientierung (Zeigte sich etwa daran, dass meine Schwägerin bei der Suche eines Brautkleides mit der Aussage ...... mehr...