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06.12.2016

Obere Kirche in Mutschelbach grundlegend renoviert

Karlsbad-Mutschelbach. „Es ist ein schöner Brauch, dass die Konfirmanden bei einer Kircheneinweihung oder Wiedereröffnung den Altar schmücken, wie wir das auch heute tun wollen“, sagte Pfarrer Wolfram Stober, der seit zwei Jahren als Vakanzverwalter in der Kirchengemeinde tätig ist, zum Auftakt des Festgottesdienstes.

Nach rund zweijähriger Bauphase mit grundlegender Innenrenovierung konnte die Obere Kirche in Mutschelbach am zweiten Advent wieder eingeweiht werden. „Wer Ihre Kirche früher kannte, muss anerkennen, dass hier etwas gelungen, sogar gut gelungen ist. Die neue Kirche lädt uns alle ein zum Gottesdienstfeiern“, meinte Dekan Martin Reppenhagen.

Welche enormen Herausforderungen die Kirchengemeinde bei diesem Projekt, gerade in der Zeit einer vakanten Pfarrstelle, zu meistern hatte, zeigten die Ausführungen bei der offiziellen Übergabe. Dabei sei erwähnt, das die evangelische Kirchengemeinde Mutschelbach mit nur 1000 Kirchenmitgliedern jetzt wieder Träger von zwei Kirchen (Kirche Obermutschelbach und Waldenserkirche in Untermutschelbach) sowie einem Gemeindehaus ist. Die Vorsitzende des Kirchengemeinderates, Doris Müller, sie war der unermüdliche Motor dieses Projekts, erinnerte, dass die Obere Kirche im Jahre 1926 erbaut wurde, als man noch zur Kirchengemeinde Nöttingen gehörte. Der ursprünglich auf dem Dach aufgesetzte Kirchturm wurde im Jahre 1954 an das Gebäude angebaut. Die erste Renovierung stand 1979 an. Die jetzt realisierte, grundlegende Innenerneuerung nach der Planung von Architekt Andreas Adler hatte ursprünglich einen deutlich geringeren Umfang und war mit einem Aufwand von 100 000 Euro veranschlagt. Mit den jetzt realisierten, wesentlich umfangreicheren Gewerken liegt man laut Doris Müller bei 250 000 Euro. Fünfzig Prozent davon trägt die Landeskirche, den Rest muss die Kirchengemeinde schultern. Aus einer ursprünglich geplanten, bescheidenen Renovierung wurde laut Architekt Andreas Adler eine „komplette Erneuerung“. Der Kirchenraum erhielt einen neuen Boden, die Wände bekamen einen Anstrich mit warmen Tönen und mit der freigelegten Holzdecke und der ursprünglichen Farbgebung schaffte man ein „raumprägendes Element“.