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Auf der A 8-Gefällstrecke im Enztal passieren immer wieder Unfälle, hier bei der Raststätte. Die Polizei leitet die Kolonne an der gesperrten Unfallstelle vorbei durch die Tank- und Rastanlage. Foto: Ketterl, Archiv
27.11.2015

Offene Rätsel um drei tödliche Unfälle auf A8 beschäftigen die Polizei

Als die A 8 von Pforzheim bis Karlsbad erneuert wurde, krachte es fast täglich in der Großbaustelle. Beim sechsspurigen Ausbau zwischen Wurmberg und Heimsheim 2009 bis 2011 musste die Autobahnpolizei ebenfalls häufig zu Unfällen fahren. Aber seltsam: Mitte des Jahres wurde die Remchinger A 8 fertig – jetzt ist die komplette Autobahn durch die Region in einem guten Zustand, doch bei Unfällen in den vergangenen drei Monaten verloren drei Menschen ihr Leben.

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Wird jetzt zu schnell gefahren? Joachim Zwirner, Leiter des Sachbereichs Verkehr beim Polizeipräsidium Karlsruhe, untersucht alle Unfälle und sagt: „Ja, häufig ist überhöhte Geschwindigkeit eine Ursache.“

Wie genau kam es auf der dreispurig in beide Richtungen ausgebauten Fernstraße zu den tödlichen Unfällen? Bei Karlsbad überschlug sich vor zwei Wochen ein BMW-Fahrer – eine 28-Jährige wurde aus dem Auto geschleudert und von einem folgenden Wagen überrollt. Im Oktober starb bei Friolzheim ein 18-Jähriger, nachdem Reifen geplatzt waren. Im September verbrannte ein 27-jähriger Taxifahrer auf der A 8 bei Heimsheim. „Tatsächlich haben wir immer einen gemeinsamen Nenner gefunden, die Fahrer haben die Geschwindigkeiten nicht den Verhältnissen angepasst.“

Allzu oft höre die Polizei von Autofahrern, man dürfe eben so schnell fahren, wie auf den Verkehrszeichen ersichtlich ist, seien keine da, wäre die Geschwindigkeit unbegrenzt, sagt Zwirner – „das ist aber nicht richtig“. Ein Fahrer müsse das Auto laut Paragraf drei der Straßenverkehrsordnung „ständig beherrschen“, das Tempo den Straßen- und Sichtverhältnissen sowie den persönlichen Fähigkeiten anpassen.

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