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Klaus Mack aus Bad Wildbad plädiert für Chancengleichheit für die Hotellerie im Südwesten. Archiv foto: Moritz 

Offener Brief: Bad Wildbader Bürgermeister fordert Öffnungsperspektiven für Hotelwesen

Kreis Calw/Stuttgart. Klaus Mack, Bad Wildbads Bürgermeister und CDU-Bundestagskandidat, hat einen offenen Brief an die Landesminister Guido Wolf (CDU) und Manfred Lucha (Grüne) geschrieben.

Verfasst hat Mack das Schreiben gemeinsam mit der Dehoga der Kreise Calw und Freudenstadt. Gefordert wird eine Öffnungsperspektive für Beherbergungsbetriebe und die Gastronomie angesichts der Folgen des Bundesinfektionsschutzgesetzes in Baden-Württemberg.

In dem Brief heißt es: „Angesichts hoher Inzidenzen, geschlossener Schulen und leerer Innenstädte möchte man derzeit kaum über Öffnungsstrategien nachdenken. Doch die Impfkampagne nimmt Fahrt auf, immer mehr Testzentren entstehen und im Bundestag wurde das Infektionsschutzgesetz verabschiedet. Damit sind erstmals klare Folgewirkungen anhand konkreter Inzidenzwerte gesetzlich festgeschrieben.“ Im Umkehrschluss bedeute das aber auch, dass bei einer erfolgreichen Senkung dieser Werte, Öffnungsszenarien möglich werden, so die Sicht von Mack: „Wir wollen uns deshalb im Tourismus rechtzeitig darauf vorbereiten und vor allem der Hotellerie und Gastronomie klare Perspektiven geben.“

Die Landkreise Calw und Freudenstadt seien, so Mack, in erheblichem Maße touristisch geprägt, so dass „dieses Thema für uns ein existenzielles ist“. Das Bundesinfektionsschutzgesetz sehe bei 100 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern eine Schließung der Beherbergungsbetriebe vor. Das bedeute, dass bei einem Wert unter dieser Marke Gastgeber wieder öffnen dürfen. Die Landesverordnung, gültig seit 24. April, sehe allerdings auch bei Inzidenzen unter 100 keine Hotelöffnungen vor.

Die Regelung gelte bis zum 16. Mai und sei damit strenger als die Bundesnotbremse. Wenn das so bleibe, wäre das ein Schlag für das Tourismusland Baden-Württemberg, zumal andere Bundesländer diese Regelung nicht kennen würden, sagt Mack: „Unser Nachbar Österreich will sogar bei einer höheren Inzidenz den Tourismus am 19. Mai komplett öffnen, verbunden mit einer umfassenden Teststrategie.“ Weiter heißt es in dem Brief: „Wir sehen das Land in der Pflicht, vor dem Hintergrund des Bundesinfektionsschutzgesetzes, Öffnungsperspektiven bei niedrigen Inzidenzwerten zu geben. Wir bitten Sie, sich dafür einzusetzen, dass auch die Gastgeber in Baden-Württemberg bei einer Inzidenz unter 100 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner öffnen dürfen.“ Anzustreben sei eine Komplettöffnung verbunden mit einer umfassenden Teststrategie.