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Vor malerischer Kulisse: Die Oldtimer der Fächerstadtrallye beim Zwischenstopp im Bauschlotter Schlosshof. Dietrich 

Oldtimer-Zwischenstopp am Bauschlotter Schloss

Am bislang heißesten Tag des Jahres mit bis zu 37 Grad fand am Sonntag die zwölfte Fächerstadtrallye der 1997 gegründeten Oldtimerfreunde Neureut statt. Über Mittag machten rund 40 Oldtimer einen Zwischenstopp im Bauschlotter Schlosshof. Die mit Sehnsucht erwarteten Modelle ab den 1950er-Jahren mit 60 bis 320 PS, hatten eine Strecke von rund 120 Kilometern zu bewältigen. Die ersten trafen mit einer halben Stunde Verspätung gegen 12.45 Uhr ein. Während Kassierer Günther Meier vor allem mit dem Einweisen beschäftigt war, bekamen alle Fahrzeughalter im Schlosshof einen Stempel von Mitglied Friedemann Gassner „aufgedrückt“.

Wie von beiden zu erfahren war, sei der Beweggrund für die Fächerstadtrallye, erstmals Station in Bauschlott einzulegen, nicht etwa gewesen, dass die hier im August 1888 die erste Autoreparatur der Welt am Vehikel von Carl Benz vollzogen wurde, das seine Frau Bertha bei der ersten Autofernfahrt der Welt steuerte. Vielmehr sei es die malerische Kulisse des noch einmal rund 80 Jahre früher erbauten markgräflichen Schlosses gewesen, der die Organisatoren anlockte.

Unter den Fahrzeugen befanden sich unter anderem Modelle von Mercedes-Benz, eine Citroën 2CV-Ente mit dem berühmten „Schürhaken“ zum Schalten, und der Trabi von Fritz Niethammer aus Schellbronn aus dem Jahre 1975. Den hatte er 1992 vor der Schrott-Presse gerettet und nach seinem Vorbesitzer „Bruno“ benannt. Der Trabi musste bei der Abfahrt mit vereinten Kräften kurzfristig angeschoben werden.

Auch Oldtimer-Freunde aus Pforzheim waren unter den Neugierigen. Mit ihren Autos waren sie unabhängig von der Rallye nach Bauschlott gekommen.