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Im schicken Ford Pheaton von 1931, dem ältesten Auto am Start bei der Stadthalle, gingen Ronald Reh und seine Frau Brigitte aus Tiefenbronn auf Tour. Foto: Molnar
Im schicken Ford Pheaton von 1931, dem ältesten Auto am Start bei der Stadthalle, gingen Ronald Reh und seine Frau Brigitte aus Tiefenbronn auf Tour. Foto: Molnar
11.09.2016

Oldtimer-Ausfahrt in Neuenbürg bei schönstem Wetter

Neuenbürg. Keine einzige Rallye hat er ausgelassen. Und auch bei der 25. Oldtimer-Ausfahrt in Neuenbürg saß Otto Heinkel am Steuer seines geliebten Mercedes 350 SL. „Ich bin schon bei vielen Oldtimertreffen gewesen, aber dieses ist einfach etwas Besonderes“, sagte der 84-Jährige aus Waldrennach, der schon dreimal den ersten Platz und einmal den dritten machte.

Als ältester Teilnehmer ging Heinkel gestern mit Enkel Eric auf die Strecke – direkt nach seinem Sohn Andreas, der ebenfalls einen Mercedes fuhr. Zum ersten Mal in ihrer 25-jährigen Geschichte begann die Rallye bei der Stadthalle. Wegen der Baustelle an der Enzbrücke musste der Start kurzfristig vom Marktplatz auf die Wilhelmshöhe verlegt werden – was bei vielen der 166 Teilnehmer auf Zuspruch stieß. „Der Platz ist viel besser, die Stellplätze in der Stadt sind immer so beengt“, sagten etwa Peter und Margret Zoller aus Kieselbronn. Auch Bernd Fröls und Ingo Ritter aus Karlsbad lobten das neue Gelände. Aber: „Das Ambiente ist unten schöner.“

Dieser Meinung war auch Brigitte Hegel, Vorsitzende des veranstaltenden Schwarzwaldvereins Neuenbürg, die den Start mit Sohn Moritz moderierte. Begrüßt wurden die zahlreichen Besucher von Stadträtin Katharina Winter, die Bürgermeister Horst Martin vertrat. Unter Applaus fuhren die Autos und Motorräder vor.

In einem schicken Ford Pheaton von 1931 – dem ältesten Auto am Start – gingen Ronald Reh und seine Frau Brigitte auf Tour. „Wir freuen uns auf die Ausfahrt bei dem schönen Wetter“, so der Vorstand der Oldtimerfreunde Tiefenbronn in seinem Cabrio, das es nur fünfmal in Deutschland gebe. Ein Hingucker war auch der blau-weiße Steyr 220, Baujahr 1937, von Werner Mayer aus Bad Wildbad, aber auch der „Waikiki-Beach“-Käfer mit Surfbrett von Tino Gudzinski aus Birkenfeld. Zum 16. Mal ein flottes Gespann bildeten Dieter König und „Professor“ Heinz Höschele aus Dobel in ihrem Seitenwagenmotorrad. Mit Trauerflor an der Antenne fuhr der Birkenfelder Andreas Kling das Traumauto seines verstorbenen Vaters.

Die Strecke verlief über Dennach, Ettlingen, Remchingen und Birkenfeld zum Schlossgarten, wo sich die Oldtimer zur Schau aufstellten. Die Erstplatzierten bei den Autofahrern waren Rainer Ohr aus Pforzheim, Ewald Nospl (Karlsruhe) und Alberti Dietmar Hermann (Pforzheim). Bei den Zweirädern gewannen Ottmar Schneeweis (Remchingen), Heinz Duss (Karlsbad) und Siegfried Pfeiffer aus Neuenbürg, der das älteste Motorrad von 1930 fuhr.