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Die Geehrten: Vizepräsident Raphael Reich, Martina Fränkle, Peter Fränkle, Rolf Schuster, Sybille Reiling, Ulrich Schaier, Präsident Dominik Kern und Elena Ehrismann (von links). 

Optimistischer Blick in die Zukunft: KG Fledermaus will Fasnet für alle

Kämpfelbach. Auch wenn die Corona-Krise den Vereinen immer noch zu schaffen macht, auch wenn Veranstaltungen nur eingeschränkt möglich sind: Bei der Ersinger Karnevalsgesellschaft Fledermaus blickt man optimistisch in die Zukunft.

"Ich bin froh, dass das Interesse am Verein und seinen Aktivitäten nach wie vor groß ist", sagt Dominik Kern bei der Generalversammlung. Der Präsident macht kein Geheimnis daraus, dass auch bei der "Fledermaus" das Vereinsleben unter der Pandemie und den mit ihr verbundenen Einschränkungen gelitten hat. Aber er verweist auch auf die vielen kreativen Ideen und Konzepte, mit denen die Ehrenamtlichen versucht haben, einen Ersatz für die ausgefallene Kampagne zu schaffen.

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Narren finden kreative Lösungen: So soll Geist der Fasnet auch in Pandemie-Zeiten verbreitet werden

Zu jedem, sonst im Veranstaltungskalender stehenden Termin haben sie sich etwas einfallen lassen, vor allem digitale Formate, aber auch eine Fähnchenaktion für Kinder, Rezepte, Basteltipps und Podcasts.

Kern lobt die "unglaublich aufreibende und zehrende Arbeit", von der der Verein enorm profitiert habe: "Ich fand das mega inspirierend." Entstanden sei eine "außergewöhnliche Kampagne", die dafür gesorgt habe, dass der Verein seine Wirkung nach außen trotz der schwierigen Umstände nicht verloren habe.

Null auf Null herauskommen

Aktuell hat der Verein 587 Mitglieder – und damit nur fünf weniger als bei der zurückliegenden Hauptversammlung im vergangenen Herbst. Auch finanziell sieht es nach wie vor ganz ordentlich aus: Das Vorjahr schließt laut Schatzkanzler Johannes Kolb mit einem Plus, dieses Jahr wird man voraussichtlich auf Null rauskommen.

Im Hinblick auf die nächste Kampagne fallen den Vereinsverantwortlichen klare Aussagen schwer: Kern sagt, alles stehe auf "sehr wackligen Beinen". Dennoch plane man in der Verwaltung so, als ob eine Fasnet stattfinden könnte. "Wie genau das aussehen wird, wissen wir aber noch nicht." So ist zum Beispiel aktuell noch nicht klar, ob es am Elften im Elften eine Prunksitzung geben wird. Ende September soll dazu die Entscheidung fallen.

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Von Pandemie ausgebremst: Fasching ohne Prunk und Straßenumzüge

Sicher ist allerdings, dass man die Veranstaltungen und die Geselligkeit aufrechterhalten will. Kern spricht sich dagegen aus, nur bestimmten Gruppen den Besuch der Veranstaltungen zu ermöglichen. „Wir wollen, dass die Fasnet für alle da ist“, sagt der Präsident, der sich freut, dass die Mitglieder dem Verein nach wie vor die Treue halten.

Bei der Hauptversammlung ernennt er Martina und Peter Fränkle, Rolf Schuster, Sybille Reiling und Ulrich Schaier zu Ehrenmitgliedern. Elena Ehrismann wird für ihre langjährige Arbeit im Medienteam ausgezeichnet.