Kopie von 760_0900_106491_Wasserglas.jpg
Die Zahl der Rohrbrüche bleibt in Neuhausen hoch – und damit auch die Wasserverluste von zwölf Prozent der bezogenen Wassermenge.  Foto: dpa-Archiv 

Ordentlicher Abschluss des ersten Jahrs im Wasser-Eigenbetrieb: Marode Leitungen  kosten Neuhausen dennoch einiges

Neuhausen. Auf dem Papier war es nur ein Rückblick auf das Premierenjahr des Anfang 2018 in Neuhausen gegründeten Eigenbetriebs Wasserversorgung. Doch hinter den ordentlichen Zahlen mit einem leicht gesteigerten Gewinn von rund 137.000 Euro verbirgt sich ein Dauerproblem mit den in die Jahre gekommenen Wasserleitungen. Kämmerer Ralf Hildinger machte dem Gemeinderat deutlich, dass die Zahl der Rohrbrüche hoch bleibt – und damit auch die Wasserverluste von zwölf Prozent der bezogenen Wassermenge. Das sei zwar viel weniger als im Jahr davor, so der Kämmerer, aber dennoch der doppelte Wert im Vergleich zum Bundesdurchschnitt.

Die Gemeinderäte Rolf Späth und Hartmut Lutz (Bürger für das Biet) wittern in dem Lagebericht deshalb einen „Hilferuf“. Die hohen Wasserverluste seien die Folge mangelnder Investitionen, mahnte Späth. Lutz regte an, mit zusätzlichen Planern „schneller zu handeln“ und bei den Leitungen viel mehr fertigzukriegen als in der Vergangenheit. Die Summe, die investiert werden müsste, um die dringendsten Schäden mit der höchsten Priorität zu beheben, liegt seit längerer Zeit unverändert bei über drei Millionen Euro. Damit steige der Kostendruck, so Lutz: „Die für dieses Jahr gesenkten Wasserpreise werden steigen“, warnte er.

Insgesamt war das Geschäftsjahr geprägt davon, dass rund 10.000 Kubikmeter mehr Wasser verkauft wurden. Dennoch habe Neuhausen Bezugsrechte beim Zweckverband, den die Kommune gemeinsam mit Tiefenbronn und Pforzheim führt, nur zu 69 Prozent ausgeschöpft. Andere Mitglieder würden mit den vorgesehenen Mengen nicht hinkommen, so Hildinger.

Alexander Heilemann

Alexander Heilemann

Zur Autorenseite