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Matthias Krampe aus Wien ist zum 5. Mal als Solist zu Gast bei Klassik im Kloster
Matthias Krampe aus Wien ist zum 5. Mal als Solist zu Gast bei Klassik im Kloster © Zoller
Der virtuose Orgelspieler transkribiert und interpretiert die schönsten Melodien von Carl Philipp Emanuel Bach
Der virtuose Orgelspieler transkribiert und interpretiert die schönsten Melodien von Carl Philipp Emanuel Bach © Zoller
Zum 300 Geburtstag von Carl Philipp Emanuel Bach gab es 2 Sommerkonzerte bei Klassik im Kloster
Zum 300 Geburtstag von Carl Philipp Emanuel Bach gab es 2 Sommerkonzerte bei Klassik im Kloster © Zoller
Als Ehrengast war auch König Friedrich II. in Bad Herrenalb dabei
Als Ehrengast war auch König Friedrich II. in Bad Herrenalb dabei © Zoller
Organisatorin Sabine Zoller, ist stolz auf ihre Gäste: König Friedrich II.. aus Potsdam und Organist Matthias Krampe aus Wien
Organisatorin Sabine Zoller, ist stolz auf ihre Gäste: König Friedrich II.. aus Potsdam und Organist Matthias Krampe aus Wien
28.07.2014

Orgelkonzert zum 300. Geburtstag von Carl Philipp Emanuel Bach

Zum 300. Geburtstag des Orgelvirtuosen Carl Philipp Emanuel Bach stand erstmals ein Komponist aus dem 18. Jahrhundert im Mittelpunkt der Orgelkonzerte von Klassik im Kloster in Bad Herrenalb. Matthias Krampe, Organist und Orgelsachverständiger aus Wien widmete sich der schönen Aufgabe, Carl Philipp Emanuel Bach und seinen Vater Johann Sebastian Bach auf der historischen Walcker Orgel in der Klosterkirche zu präsentieren.

Matthias Krampe war Preisträger beim internationalen Paul-Hofhaimer-Wettbewerb in Innsbruck und ihm wurde 1997 der Würdigungspreis des österreichischen Kunstministeriums verliehen. Krampe, der bereits in den vergangenen Jahren Werke von Liszt, Grieg, Wagner und Verdi präsentiert hat, konnte nun erneut sein Können auf der Walcker Orgel unter Beweis stellen. Er eröffnet das Konzert mit dem Präludium D-Dur von Carl Philipp Emanuel Bach. Danach folgt virtuoses vom Vater unter anderem die Toccata und Fuge d-Moll, die Krampe wirkungsvoll in der Klosterkirche ertönen lässt.

„Aus der Seele muss man spielen, und nicht wie ein abgerichteter Vogel“, so beschreibt C.Ph. Emanuel Bach in seinem berühmten „Versuch über die wahre Art das Clavier zu spielen“ sein Musikverständnis, mit dem er eine ganze Epoche prägt. Krampe folgt der Philosophie des Komponisten, dem wohl wichtigsten Musiker seiner Generation, auf dessen Vorbild sich gleichermaßen Haydn wie Mozart beriefen. In seinen Ausführungen betonte Krampe das vielfältige Spektrum seiner Musik, die Überraschungsmomente und Kontraste, die diesen unverwechselbaren Stil prägen und der zum Beispiel Haydn nachhaltig beeinflusste. Mit „viel Humor in der Musik“ beschreibt Krampe einen Aspekt in Haydns Fantasia C-Dur.

Wolfgang Amadeus Mozart, der C.Ph. E. Bach als „ er der Vater, wir die Buben“ bezeichnete, ließ sich stark von diesem Vorbild beeinflussen, nicht zuletzt führte er Werke C.Ph.E. Bach´s als Dirigent auf, so das Oratorium „Auferstehung und Himmelfahrt Jesu Christie“. Für den Orgelabend transkripierte und interpretierte Krampe erst eine Arie dieses Oratoriums, dann Mozart´s Adagio für Klavier (KV 540) sehr einfühlsam. Das genialische C.Ph. E. Bach´s zeigte sich dann nochmals in der "Fantasia C-Moll". Krampe erntete viel Beifall von einem begeisterten Publikum, das von Dobel, Herrenalb, Karlsruhe, Bruchsal und sogar Berlin kam. Zum 10-jährigen Jubiläum von Klassik im Kloster 2015 wird Krampe seine Orgelkonzerte in der Klosterkirche fortsetzen.