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Lebhaft diskutiert wurde beim Bürgerspaziergang durch Königsbach. Drei Stunden dauerte die Veranstaltung insgesamt. Foto: Faulhaber
Lebhaft diskutiert wurde beim Bürgerspaziergang durch Königsbach. Drei Stunden dauerte die Veranstaltung insgesamt. Foto: Faulhaber
31.05.2016

Ortsbegang mit Planern in Königsbach: Bürger entwickeln „laufend“ Ideen

Wo besteht Handlungsbedarf? Diese und weitere Fragen sollten beim Bürgerspaziergang durch Königsbach beantwortet werden, um später in das Gemeindeentwicklungskonzept einzufließen.

Die Beteiligung der Bewohner an diesem in die Zukunft gerichteten Projekt ist ausdrücklich gewünscht. Nach dem Informationsabend in der Königsbacher Festhalle (PZ berichtete) wurden nun bei einem Rundgang einige der Punkte angesteuert, die besonders der Kritik ausgesetzt waren. Ideen, Wünsche und Vorschläge gab’s von den nahezu 40 Teilnehmern reichlich, doch, wie Bürgermeister Heiko Genthner am Ende der abschließenden Diskussion im Königsbacher Rathaus relativierte, „alles werden wir nicht umsetzten können, und vor allen Dingen nicht morgen oder übermorgen.“ Die Diplom-Ingenieure Werner Gerhardt und Karin Kies vom „Büro Gerhardt.stadtplaner.architekten,“ führten gemeinsam mit dem Bürgermeister durch den Ort. Sie hatten einige Anregungen bereits in ihr neues Konzept einfließen lassen, das sie im Anschluss an den Spaziergang präsentierten.

Beim Start vor dem Königsbacher Rathaus wurde mehr als deutlich, dass sich kaum ein Autofahrer an die Geschwindigkeitsbegrenzung in der dort ausgewiesenen Spielzone hält. So kam auch gleich ein Vorschlag aus der Bürgerschaft, den Marktplatz an Wochenenden für den Durchgangsverkehr zu sperren. Die Festhalle, zweiter Anlaufpunkt, wurde zwar erst vor wenigen Monaten mit einem neuen Anstrich versehen, doch das Königsbacher Wappen fiel dem Pinsel zum Opfer. Ortsfremde könnten seither nicht erkennen, dass es sich um die Festhalle handele, wurde beanstandet. Nicht sehr einladend präsentierte sich der „Kegelplatz“ an der Bahnhofstraße. Dort steht zwar eine Bank, allerdings wird sie fast nicht benutzt. Parkplätze wurden an dieser Stelle favorisiert. Beim nahen, stillgelegten Kiosk gab es mehrere Vorschläge. Etwa eine öffentliche Toilette oder ein Raum für die Jugend. „Logisch, dass nicht alle Vorschläge kurzfristig umgesetzt werden können“, fasste Gerhardt zusammen, „es ist eine Frage des Haushalts und der Entscheidung der Gemeinderäte.“ Genthner ergänzte, „das ist ein Handlungsrahmen für die nächsten Jahre.