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23.08.2009

PZ Sommeraktion: Niefern zeigt vielerlei Perlen

NIEFERN-ÖSCHELBRONN. Die Sommererlebnis-Tour des SWR 4 Baden Radios hat am Samstag am Marktplatz in Niefern Station gemacht. Weit über 300 Besucher kamen, um bei der Sendung live dabei zu sein.

Schon am Morgen waren im Radio erste Eindrücke aus dem Ort beim Gespräch von Moderatorin Karin Senz mit Bürgermeister Jürgen Kurz und Ortschronist Friedrich Leicht zu hören gewesen.

Etwas später, beim offiziellen Programm für die Besucher, stellten einige Persönlichkeiten aus der Gemeinde Vereine, Firmen oder historische Sehenswürdigkeiten oder Ereignisse vor.

Lebendiges Bild

Dadurch entstand nicht nur für die Gäste am Marktplatz, sondern auch für die Zuhörer vor den Radios ein lebendiges Bild der Gemeinde Niefern. Unter den Gesprächspartnern von Moderatorin Senz war auch Edgar Schweickert, Geschäftsführer von Badens ältester Sektkellerei. Im Gespräch erfuhr man, dass der Großvater des heutigen Geschäftsführers als Gaststättenbetreiber eigentlich nur ein besonderes Getränk für den damaligen Jahrhundertwechsel herstellen wollte. Sein außerordentlicher Erfolg damit ließ ihn daraufhin die Sektkellerei gründen.

Viel wichtiger aber für die Zuhörer war die Anleitung des Fachmanns zum richtigen Öffnen einer Sektflasche. „Die Flasche darf dabei nicht auf dem Tisch stehen, man muss sie in die Hand nehmen“, erklärte Schweickert. Mit einer Serviette oder Tuch werde der Korken umfasst. „Und dann wird nicht der Korken gedreht sondern die Flasche“, beschrieb der Fachmann den Vorgang und ließ beim Entkorken ein sattes „Plopp“ über den Äther klingen. Außerdem erfuhren die Zuhörer, dass Sektgläser nicht mit Spülmittel sondern nur mit heißem Wasser gewaschen werden dürften.

„Sonst geht der Perleffekt verloren“, führte Schweickert weiter aus.
Ein weiterer Gesprächspartner war Günter Voges, der als Kolumnenschreiber in den örtlichen Gemeindenachrichten „s´Blättle“ am Samstag auch humorvoll Kritik und Lob über das Radio verteilte. Dabei war eines seiner Ziele das „Kunstwerk“ am neuen Kreisel. „So ein Klump“, beurteilte er die Nachbildung eines historischen Wasserwehrs. „Manche sehen ein Schafott und manche nur Schrott.“

Bürgermeister Kurz, der direkt nach Voges Interviewpartner von Moderatorin Senz war, hielt dagegen, dass man über die Schönheit von handwerklicher Qualität streiten könne. Die große Baustelle gegenüber von Marktplatz und evangelischer Kirche hingegen sah Voges eher positv. „Das hat der Gemeinderat und der Bürgermeister sehr gut gemacht“, lobte er.

Weitere Gesprächspartner waren Karin Geschke, Vorsitzende der Chorgemeinschaft Niefern 1851, Karl-Michael Heel vom Kulturkreis, der das Heimatmuseum vorstellte, sowie Walter Pfenninger und Berthold Jost, die alte Geschichten aus dem Ort zum Besten gaben.

Im Dienst des Landes Baden

Friedrich Leicht stellte außerdem vier berühmte Söhne Nieferns vor, die einst an hervorragender Stelle im Dienste des Landes Badens standen. Darunter Martin Amelius, der von 1526 bis 1592 gelebt hat, Kanzler des Markgrafen von Baden und Erbauer und Bewohner der Niefernburg war. Im Anschluss an die Gesprächsrunde gab es Gelegenheit bei Ortsrundgängen zu Nieferns Sehenswürdigkeiten teilzunehmen. Am frühen Nachmittag übernahm Moderator Winnie Bartsch das Mikrofon.

Ganz begeistert zeigte er sich vom Oldtimermotorrad von Roland Kälber, der zu Beginn der Nachmittagssendung „Wunschmelodie“ mit seinem knatternden Gefährt vorfuhr. Im Anschluss schickten die Besucher Grüße und Wünsche aus Niefern an die Zuhörer vor den Radios.