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PZ persönlich - Alexander Heilemann © Seibel/Dietz
25.02.2013

PZ persönlich: In der Warteschleife

„Sie werden mit dem nächsten freien Ansprechpartner verbunden“: Ich gebe zu, dieser Satz hat mich schon viele Nerven gekostet. Er ist sofort wieder im Hinterkopf, wenn man von Salmbachern erzählt bekommt, wie sie versuchen, ihren Telefonanschluss wieader zum Funktionieren zu kriegen.

Wie ihnen ergeht es vielen Menschen, die plötzlich ohne Anschluss sind. Und das unabhängig von bestimmten Anbietern. Denn die Pannenhilfe über Hotlines und anonyme Telefonzentralen irgendwo in Deutschland ist mittlerweile Standard. Oft genug versuchen die Helfer geduldig, Lösungshinweise zu geben. Das ändert aber nichts am grundsätzlichen Problem der Ferndiagnose.

Der Kunde wird dann nämlich zum verlängerten Arm des Gesprächspartners. „Haben sie schon aus- und wieder eingesteckt?“ „Sind Sie sicher, dass Ihre Fritzbox ein Problem hat? Könnte es nicht auch am Kabel liegen?“ In meinem Fall bedeutet das, hoch auf die Leiter und an den Anschlüssen herumbasteln, immer das Handy am Ohr. In einem Fall erhielt ich ein Austauschkabel zugeschickt. Dauerte zwei Wochen. Dann stellte sich heraus – das Kabel war‘s doch nicht.

Weitere drei Wochen später sollte ich im Online-Shop eine neue Fritz-Box bestellen. Nur hatte ich weder Telefon- noch Internetverbindung. So eine Pannenhilfe kann ganz schön absurd werden.