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Mit Tricks bei Kaffeefahrten haben schon zahlreiche PZ-Leser Bekanntschaft gemacht.
Mit Tricks bei Kaffeefahrten haben schon zahlreiche PZ-Leser Bekanntschaft gemacht. © dpa
16.05.2011

PZ-Leser berichten über Tricks bei Kaffeefahrten

ENZKREIS/PFORZHEIM. Zahlreiche PZ-Leser haben wohl schon Erfahrungen mit dubiosen Kaffeefahrten gemacht. Zumindest haben sich nach dem Artikel „Alles kalter Kaffee“ etliche Menschen in der Redaktion gemeldet. Zur Erinnerung: In dem Bericht wurde vor einer Kaffeefahrt gewarnt, deren Anbieter mit angeblichen Gewinnen zur Teilnahme lockt. Eine Frau aus Neuhausen war bei der seltsamen Einladung misstrauisch geworden und es stellte sich heraus, dass vor dem Veranstalter gewarnt wird.

Ein Rentner aus Pforzheim berichtet, dass er schon an 20 Kaffeefahrten teilgenommen habe. Ganz bewusst, wie er betont. Er betrachte das als ganz normale Ausflugsfahrt und verzichte darauf, die teuren Waren einzukaufen – beispielsweise eine Magnetdecke für 1400 Euro, die bei der letzten Fahrt angepriesen worden sei.Er hat bei seinen Fahrten schon viel erlebt, erzählt der Mann. Einmal habe eine Frau einen hysterischen Anfall bekommen, als sie erfuhr, dass aus dem versprochenen Gewinn nichts wird. Der Busfahrer habe sie dann zunächst nicht mehr mit auf die Heimreise nehmen wollen. In jüngster Zeit verlagern sich die Reiseziele wohl ins benachbarte Ausland, wie auch ein weiterer Mann aus Pforzheim bestätigt. Mehrfach haben Busse Ziele im Elsaß angesteuert – so haben die Teilnehmer keine Möglichkeit, deutsche Ordnungsämter oder die Polizei einzuschalten. Wenn man einmal an einer Veranstaltung teilgenommen hat, werden die Adressen an andere unseriöse Firmen weitergegeben. Ein Mann erkennt das daran, dass sein Name auf den Einladungen jedes Mal falsch geschrieben ist – immer mit demselben Fehler. Ein anderer hat kurz nach der Verkaufsfahrt zweifelhafte Post erhalten. Inhalt: Eine angebliche Goldmünze zu einem supergünstigen Preis. Er habe das ganze nicht weiter beachtet, bis wenig später erneut ein Brief kam: Eine weitere Münze und eine Rechnung, die diesmal höher ausfiel. Er habe die Ware telefonisch bestellt, hieß es auf seine Nachfrage. Eine Angabe, die nicht stimmt, wie der Mann betont. Er hat auch dieses Schreiben ignoriert und wartet auf weitere dubiose Zusendungen – böse Überraschungen inklusive.