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Schau mal, wo du lebst

Luftig: Für das Gruppenfoto auf dem 40 Meter hohen Turm des Baumwipfelpfads, der auf dem Bad Wildbader Sommerberg thront, lässt PZ-Fotograf Thomas Meyer die Drohne steigen. Foto: Meyer
03.08.2018

PZ-Leser erobern spektakulären Baumwipfelpfad in Bad Wildbad

Bad Wildbad. Wenn Sie weiche Knie bekommen, hilft Körperkontakt! Es muss nicht mal der eigene Partner sein – packen Sie einfach den neben sich.“ Gleich mit ihrem ersten Spruch hatte Schwarzwald-Guide Gaby Göbel die Lacher und die Sympathien der PZ-Leser auf ihrer Seite. Entsprechend entspannt und ausgelassen ging’s dann über den Bad Wildbader Baumwipfelpfad.

Bildergalerie: Schau mal, wo du lebst - Der Baumwipfelpfad in Bad Wildbad

Gut 1,2 Kilometer windet sich der Holzbohlenweg zwischen den Wipfeln der Tannen und Fichten in einer Höhe von bis zu 20 Metern über den Wildbader Sommerberg. Eine kühle Brise erfrischt die Schau-mal-Gruppe an diesem sonnigen Sommertag. Die Teilnehmer sind sich einig: „Eine ganz tolle Aktion der PZ!“ Und eine spannende, äußerst informative Führung von Göbel. Gut anderthalb Stunden lang gibt sie Einblicke in die Schwarzwälder Geschichte – von den gekrönten Häuptern, die einst in Wildbad badeten bis zu den Flößern. Dazu – wenn man schon mal mit den Rotbuchenspitzen, Tannen- und Kiefernzapfen auf Augenhöhe ist – gibt’s Wissenswertes über den heimischen Bergmischwald. „Der Fichte wird’s durch den Klimawandel zu trocken und warm hier – die wird auf Dauer verschwinden“, prophezeit Göbel, um dann eine Lanze für den Wolf zu brechen: „Wäre der hier schon länger heimisch, hätten wir wohl keine Probleme mit Wildschweinhorden bekommen.“

Die PZ-Leser saugen Göbels Ausführungen interessiert auf und schlendern gemütlich über das barrierefreie Holzbauwerk, das vor vier Jahren binnen 13 Wochen für 4,5 Millionen Euro errichtet wurde und seitdem jährlich rund 250.000 Besucher anlockt. Zur Krönung geht’s immer im Kreis die lange, gewundene Rampe auf den 40 Meter hohen Aussichtsturm hinauf, den nicht nur Göbel wegen seiner oben ausladenden Form den „Schwarzwälder Becher“ nennt. Von hier schweift der Blick nicht nur durch die Baumwipfel, sondern weit darüber hinweg. „An den besten, klaren Herbsttagen bis zu den Alpen“, sagt Göbel. An guten Tagen bis zu 80 Kilometer weit – Schwäbische Alb und Stuttgarter Fernsehturm inklusive. Dass sie an diesem diesigen Sommertag aber nur zu erahnen sind, tut der Freude der PZ-Leser keinen Abbruch.

Mehr lesen Sie am Samstag in der „Pforzheimer Zeitung“ oder im E-Paper auf PZ-news oder über die Apps auf iPhone/iPad und Android-Smartphones/Tablet-PCs.Ein schwungvolles Ende bescherte einigen dann die 55 Meter lange, spiralförmige Edelstahlröhre in der Mitte des Turms. Durch sie ging’s auf einem Teppich sitzend mit einem Rutsch wieder hinab in den kühlen Schatten der Bäume.