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© dpa
19.01.2011

PZ-Leser sind sauer auf das Fahrkartensystem der Bahn

Die PZ-Leser erteilen dem Fahrkartensystem der Deutschen Bahn eine schallende Ohrfeige: 89 Prozent der Teilnehmer einer Abstimmung im PZ-news sind unzufrieden, nur sieben Prozent äußern sich zufrieden und sieben Prozent ist das Ganze egal. Die Urteile der PZ-Leser sind zum Teil vernichtend.

So schreibt ein Bahnkunde im Forum auf PZ-News: "Erst lassen sie die Reisenden fast am Hitzekollaps zugrunde gehen und dann stellen sie sich so kleinlich an. Wenn die Fahrkarte bezahlt ist, kann man da auch mal etwas kulanter sein. Der Reisende muss bei der Bahn ja auch dauernd beide Augen zudrücken." Der Leser bezieht sich dabei auf zwei Vorfälle mit einer Studentin und einem Studenten, die beide ihre Reise vom Bahnhof Niefern aus starteten. In einem Fall war die 4,20 Euro teuere Fahrkarte vor der Rückfahrt von Karlsruhe zwar gekauft, aber nicht abgestempelt worden, während auf der Hinfahrt das Ticket automatisch entwertet worden war. Im anderen Fall wurde ebenfalls vom Kontrolleur ein erhöhtes Beförderungsgeld verlangt, weil die Studentin zwar ihre Monatskarte und den Studentenausweis dabei hatte, nicht jedoch einen sogenannten Berechtigungsschein.

Die PZ erreichen zudem ständig Briefe und Anrufe, die sich mit den Problemen des Fahrkartenverkaufs und der Kontrolle befassen. So wollte ein Leser beispielsweise wissen, wann die Deutsche Bahn einen Strafantrag gegen einen Kunden stellt. Ein Sprecher der DB in Stuttgart sagte dazu, dass schon bei zwei oder drei groben Verstößen die Bahn einen Strafantrag stellen könne.

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