nach oben
Über die Geschichte des Steinbruchs in Wilferdingen informierte Bernd Dennig (links), der Kurse im Bildhauen anbietet.
Über die Geschichte des Steinbruchs in Wilferdingen informierte Bernd Dennig (links), der Kurse im Bildhauen anbietet.
Steil bergauf führte der Weg, bevor als erste Etappe der Wilferdinger Steinbruch erreicht wurde. Fotos: Roller
Steil bergauf führte der Weg, bevor als erste Etappe der Wilferdinger Steinbruch erreicht wurde. Fotos: Roller
21.09.2015

PZ-Wanderung führt am Wilferdinger Steinbruch vorbei

Das Wetter meint es heute gut mit uns“, freute sich Jürgen Holzinger vom Schwarzwaldverein. Gemeinsam mit seiner Frau Sabine leitete er die letzte Wanderung der Saison, die der Schwarzwaldverein in Zusammenarbeit mit der „Pforzheimer Zeitung“ anbietet.

Im Vorfeld wusste keiner so recht, ob das Wetter mitmacht. Aber nachdem es in der Nacht noch in Strömen geregnet hatte, lichteten sich am Samstagmorgen pünktlich zum Start der Wanderung und vor allem zur Freude der rund 40 Teilnehmer die grauen Wolken. Die Sonne kam durch, die Laune war bestens und es konnte losgehen.

Mit Geschichten, Erzählungen und Anekdoten auf den Lippen, einer Mütze auf dem Kopf und zur Sicherheit einem Regenschirm in der Jackentasche ging es vom Bahnhof aus bis zum Steinbruch in Wilferdingen, wo Wanderführer Holzinger erklärte, dass inzwischen große Teile des Areals von Pflanzen überwuchert sind. Im Nachbarort Obermutschelbach steht das älteste erhaltene Schulhaus der Gemeinde Karlsbad, das 1806 errichtet wurde. Daneben liegt die Werkstatt von Dudelsackpfeifenbauer Patrick Kraft. Weil der aber nicht da war, um für die Wanderer ein Ständchen zu geben, sprang Werner Renninger mit ein paar stimmungsvollen Melodien auf seiner Mundharmonika ein. „Ich war bis jetzt bei jeder PZ-Wanderung dabei“, erzählte er. Dieses Mal hatte er seine Schwester Gisela Wilser dabei, die in Mittelmutschelbach geboren ist. „Als mir mein Bruder erzählt hat, dass er durch meine Heimat wandert, habe ich mich noch in letzter Minute angemeldet“, sagte sie. Sie erinnert sich noch gut an die Zeit, in der Mutschelbach noch aus zwei getrennten Ortschaften mit eigener Verwaltung bestand.

Am Auerbacher Sportgelände vorbei kamen die Wanderer durch Dietenhausen – mit rund 360 Einwohnern der kleinste Ortsteil Kelterns. In Nöttingen angekommen, erinnerte Wanderführer Holzinger an den 9. August: Der Tag, an dem der FC Nöttingen trotz Niederlage einen Achtungserfolg im Spiel gegen den FC Bayern München erzielte. Zurück am Wilferdinger Bahnhof, war man zwar geschafft, hatte aber auch einiges Neues über die Region erfahren.