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Auch nächstes Jahr können die PZ-Wanderer die Region, wie hier das Schweinbachtal, erkunden.   PZ-Archiv, Gegenheimer
Auch nächstes Jahr können die PZ-Wanderer die Region, wie hier das Schweinbachtal, erkunden. PZ-Archiv, Gegenheimer
12.10.2018

PZ-Wanderungen: Saison lief gut, aber zwei Punkte machen Organisatoren zu schaffen

Enzkreis/Kreis Calw. Licht und Schatten gab es dieses Jahr bei den PZ-Wanderungen. Einerseits verlief die Saison hervorragend – andererseits machten ein Todesfall bei den Wanderführern und Personalsorgen den Organisatoren zu schaffen. Sie belastete die Frage, ob es im nächsten Jahr überhaupt weitergehen wird.

Um es vorwegzunehmen: Die Probleme konnten gelöst werden – und so ist die Freude über die gute Bilanz mittlerweile fast ungetrübt.

Insgesamt 218 Teilnehmer haben sich an sechs Terminen aufgemacht, die Region zu erkunden. Rund 80 Kilometer – bergauf, bergab – haben sie geschafft. Es waren Touren in Gebiete dabei, in denen die PZ-Wanderer noch nicht unterwegs waren. Genauso wie Klassiker, die sich immer wieder großer Beliebtheit erfreuen. „Und das Wetter hat in diesem Jahr so gut mitgespielt wie noch nie“, freut sich Jürgen Holzinger, bei dem die organisatorischen Fäden zusammen laufen. Die Wanderer, die früher durchaus mal Sturm und Regen trotzen mussten, waren dieses Jahr praktisch immer bei strahlendem Sonnenschein unterwegs. Er betont, dass es sich gelohnt habe, etwas über den Tellerrand hinaus zu gehen.

An der Tour um Weil der Stadt haben die meisten Menschen teilgenommen – die etwas weitere Anfahrt kann die PZ-Wanderer also nicht schrecken. „Im Gegenteil, das Angebot kam sehr gut an“, so Holzinger. Für die neue Wanderführerin Ute Wenk sei das ein hervorragender Einstand gewesen. Beliebt waren aber auch die übrigen Angebote: Ob mit Sabine und Jürgen Holzinger ins Pfinztal oder um Bretten, mit Peter Will zu den Enztalforellen, mit Gertrud Jourdan durchs Schweinbachtal oder mit Manfred Strobel rund um Büchenbronn. In diesem Jahr hat es sich eingebürgert, zum Abschluss noch gemeinsam einzukehren. Das lag zum einen daran, dass passende Lokale in der Nähe waren – und zum anderen an der Geselligkeit der Teilnehmer. „Es freut uns, dass das Angebot so gut angenommen wurde“, meint Holzinger. Oft habe man den Wandertag fast vollzählig im Biergarten ausklingen lassen. Man wolle diese neue Tradition im nächsten Jahr gerne aufrecht erhalten.

Herbe Verluste und Trauer

Obwohl die Wanderungen optimal geklappt haben, wurde die Saison von Sorgen überschattet. Die Gruppe der Wanderleiter trauerte um ihren verstorbenen Kollegen Hartmut Fiess, der sich mit Herzblut eingebracht und viele Teilnehmer mit seinem Wissen beeindruckt hat.

Aber nicht allein dieser Verlust schwächte die Gruppe: Wanderführer Manfred Strobel ist 80 Jahre alt geworden und zieht sich nun aus Altersgründen zurück. Wer mit ihm in den vielen Jahren unterwegs war, wusste: Irgendwann zieht er seine Mundharmonika heraus und sorgt für Stimmung – aber damit ist nun leider Schluss.

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